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Versicherer leiden unter den Sünden der Vergangenheit

24.02.2016 – Garn_birgitH_pixelioVersicherer ächzen unter ausufernden Produktportfolios, zunehmend komplexer Vertriebswegestruktur sowie permanent steigenden regulatorischen Anforderungen. Vor allen Dingen Fusionen und Übernahmen der Vergangenheit haben hier nicht die erwünschten Synergien gebracht. Den roten Faden sieht eine aktuelle Studie in gezieltem Komplexitätsmanagement.

Fast 70 Prozent der Unternehmen, in der Vergangenheit Fusionen oder M&A, arbeiten noch immer mit unterschiedlichen IT-Systemen und Produktportfolien, sagt Fred Wagner vom Institut für Versicherungslehre in Leipzig. Eine gemeinsam mit der Zeb Managementberatung vorgelegte Studie kommt zu diesem zentralen Ergebnis.

Immer neue Differenzierungsmerkmale in den Produktportfolien, die in Teilen für den Endkunden gar nicht mehr nachvollziehbar sind, verursachen zudem in den Innendiensten teilweise signifikante Mehraufwände in den Personal- und IT-Kosten.

Um komplexe Herausforderungen der Vertriebswegestruktur in den Griff zu bekommen, planen 86 Prozent aller befragten Versicherer, ihren Automatisierungsgrad zu erhöhen, aber nur 32 Prozent planen eine Optimierung der eigentlichen Vertriebswegestruktur. Fast alle Unternehmen sehen aus Anforderungen der Regulierung weiteren Handlungsbedarf.

“Uns überrascht, dass viele deutsche Versicherer ein professionelles Komplexitätsmanagement nicht wirklich als Handlungsfeld definiert haben, obwohl dieses nach Ansicht aller Teilnehmer hohe Relevanz hat”, erklärt Matthias Uebing Partner von Zeb und Co-Autor der Studie. “Die Ursachen von Komplexität müssen ganzheitlich gesehen und gezielt adressiert werden.” Im Unternehmen sieht er den COO als Treiber der operativen Umsetzung. (vwh/ku)

Bildquelle: birgitH / pixelio.de

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