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Versicherer fürchten japanische Verhältnisse

02.09.2013 – Japan's Famed Miyajima Gate Hiroshima PrefectureDauerhaft niedrige Zinsen und eine stark alternde Gesellschaft sind die Zutaten für Insolvenzen, Großfusionen und Geschäftsaufgaben. Diese Lehre darf die Versicherungsbranche aus der Entwicklung im Land der aufgehenden Sonne ziehen: Seit 17 Jahren schrumpft der Markt für Lebensversicherungen in Japan, mit den oben beschriebenen Konsequenzen. Eine Parallele zu Deutschland?

Auch wenn derzeit die schiere Masse der Baby-Boomer die Situation in Deutschland entspannt, ist deren Peak in der Bevölkerungsstatistik überschritten. Auswertungen des jüngst bundesweit erhobenen Zensus ergaben schon deutliche Korrekturen nach unten. Niedrig sind auch die Zinsen, wenn  auch nicht bei 0 Prozent wie in Japan. Sechs Prozent hatten die Versicherer dort ihren Kunden garantiert und nach dem Platzen der Immobililenblase nicht mehr bedienen können.

Vor diesem Hintergrund kämpfen die deutschen Versicherer mit Garantiezinsen von maximal vier Prozent. VWheute berichtete hier, hier und hier. Zur Entlastung besteht allerdings die Möglichkeit den Bestand auf den Sicherungsfond Protektor zu übertragen, was die Mannheimer Versicherung mit einigen Verträge schon in Anspruch genommen hat. Bei einem Nettovermögen von rund 750 Mio. Euro ist die Tragfähigkeit des Fonds allerdings begrenzt. Das scheinen auch Delta Lloyd, Bayerische Beamtenversicherung, Victoria und Zurich zu wissen: Sie haben sich aus dem Neugeschäft verabschiedet, berichtet das Branchenmagazin Charta mit Verweis auf die Berichterstattung in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ).

Japanische Lebensversicherern steht das Wasser bis zum Hals (Quelle Sean Pavone/fotolia)

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