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Versicherer erweitern Terror-Kapazitäten

16.11.2015 – Risk_Analyse_Esri International User ConferenceVersicherer wie AGCS und die Ace Group erweitern ihre Kapazitäten in Sachen Terrorismus. Erhöhte Terrorgefahr auch für Westeuropa: Versicherer und Makler waren nicht erst im Nachgang von Charlie Hebdo im Januar tätig geworden. Neben Deutschland hatte Aon Risk Solutions beispielsweise gerade für Frankreich die Terrorwarnstufe erhöht.

„In den meisten dieser Länder verzeichnen wir eine höhere Zahl von Anschlagsdrohungen von Terroristen des Islamischen Staates (IS) und von mit Al Qaida verbundenen Gruppen und Unterstützern“, hatte Luisa Sprafke, Terrorexpertin von Aon in Deutschland festgestellt. In der Weltkarte der Terrorgefahren war Frankreich so im Mai bereits auf die zweithöchste Warnstufe gekommen. Damit sahen die Experten das westeuropäische Land genauso gefährdet wie beispielsweise Russland oder Tunesien. Traurige Bestätigung dieser Einschätzung sind die aktuellen Anschläge um die “Bataclan-Attentate” in Paris.

“Die Gefahr, dass es zu einem Anschlag kommt, muss jederzeit gesehen werden. Für manche Fachleute ist es weniger das Ob, denn das Wann, Wo und Wie”, hatte Rolf Tophoven, Direktor des Instituts für Krisenprävention IFTUS gegenüber dem Versicherer Ace erklärt.

Die Ace Group handelte im Juli: durch Erkenntnisse aus dem “Ace Emerging Risks Barometer 2015″ sah sich der Versicherer veranlasst, seine Versicherungskapazitäten für Terrorismusdeckungen zu verdoppeln. “Unsere Kunden fragen in immer stärkerem Maße umfassende Deckungen für die gesamte Bandbreite der Gefahren nach”, kommentierte Peter Brink, Manager Sachversicherungen bei Ace, diesen Schritt.

Die AGCS bietet eigenständige Terrorismusdeckungen für ausländische Standorte internationaler Unternehmen an. Björn Reußwig verantwortet als “Exekutive Underwriter Terrorism” das Underwriting zu Terrorrisiken in Europa und koordiniert die Aktivitäten in diesem Bereich weltweit. Heute wird das Thema bei den AGCS Expert Days sicher diskutiert.

Jan-Oliver Thofern, Chairman und Chief Executive Officer (CEO) von Aon Benfield, hatte unlängst “beträchtliche Kapazitäten” für Terrorismusversicherung festgemacht. Unternehmen und öffentliche Institutionen mahnte er im Interview mit VWheute an: “Es ließe sich für die Verantwortlichen nach einem gravierenden Schaden ja auch nur schwer erklären, warum man von einem relativ günstigen Versicherungsangebot in Zeiten erhöhter Gefährdung keinen Gebrauch gemacht hat.”

Für den deutschen Markt übernimmt weiter der Terrorversicherer Extremus die ersten 2,5 Mrd. Euro für die Regulierung von Terrorschäden. Was darüber hinausgeht, übernimmt der Bund – bis maximal zehn Milliarden. (vwh/ku)

Bildquelle: Esri International

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