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Versicherer bevorzugen Direktinvestitionen in deutsche Immobilien

05.06.2014 – „Die Renditeerwartungen der 30 von uns befragten Versicherer sind zwar gesunken. Die anhaltend niedrigen Zinsen, das Garantiezinsversprechen und fehlende Anlagealternativen bleiben aber gewichtige Gründe, weiter in Immobilien zu investieren“, fasste Dietmar Fischer, Partner der Ernst & Young Real Estate, ein Ergebnis der zum siebten Mal durchgeführten Umfrage „Trendbarometer Immobilienanlagen der Assekuranz“ zusammen.

Nach den Plänen der befragten Versicherungsunternehmen, die durchschnittlich rund 2,5 Mrd. Euro in Immobilien investiert haben, sollen im laufenden Jahr netto jeweils 107 Mio. Euro zusätzlich in diese Anlageklasse fließen. Nur acht Prozent streben eine Reduzierung ihrer aufsichtsrechtlichen Immobilienquote an. Im Durchschnitt ist eine Erhöhung von derzeit 7,3 Prozent – gemessen an Marktwerten – auf 7,7 Prozent beabsichtigt. Bevorzugt werden Direktinvestments in deutsche Gewerbeimmobilien, weiterhin insbesondere im Einzelhandelssegment (81 Prozent). Büros (63 Prozent), Wohnen (59 Prozent) und Logistik (48 Prozent) stehen gleichfalls oben auf der Einkaufsliste.

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(Klicken zum Vergrößern) Grafik: Auch für 2014 bleiben Immobilienzukäufe für Versicherer ein großes Thema. (Quelle: Ernst&Young)

„Wir registrieren, dass die Risikobereitschaft wieder gesunken ist“, erläuterte Fischer zu den Detailergebnissen. So tendierten die Versicherer stärker zu Direktinvestitionen. Deutschland und Nordeuropa seien die bevorzugten Zielländer. Rund 90 Prozent haben Interesse an Core-Objekten. Auch die als risikoreicher geltenden Projektentwicklungen, mit 41 Prozent die zweitbeliebteste Anlageform hinter dem fremdgenutzten Direktbestand (59 Prozent), widersprächen dem Trend nur auf den ersten Blick. „Risiken werden dabei durch leistungsfähige, oft langjährige Partner, die richtige Finanzierung, Vorabvermittlung und Diversifizierung, zum Beispiel bei den Geschäften in Einkaufszentren, minimiert“, so Fischers Begründung. Besonderes interessant sind Objekte oder Flächen in B-Standorten. Fast alle Versicherungsunternehmen (96 Prozent) gehen davon aus, dass die Nachfrage in B-Städten, zu denen zum Beispiel Wiesbaden, Leipzig, Mannheim und Köln zählen, aufgrund attraktiver Renditen und des rückläufigen Angebots in Metropolregionen weiter steigen wird. (ebu)

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