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Versicherer: 20 Bewerber auf eine Azubi-Stelle

05.08.2014 – Miss_SchalkeKnapp eine halbe Million Mädchen und Jungs starten aktuell ins Berufsleben. Etwa 4.300 von ihnen beginnen ihre Karriere in der Versicherungswirtschaft. Ina Heinrichs, die aktuelle Miss Schalke, gehört dazu. Azubis machen rund sechs Prozent der insgesamt 212.700 Beschäftigen in den Versicherungsunternehmen aus.

Zählt man die Ausbildungsplätze in den Agenturen noch hinzu, die von den Versicherungsunternehmen mitfinanziert werden, beträgt die Quote gar mehr als sieben Prozent, so der GDV in einer Pressemitteilung. Zum Vergleich: Über alle Wirtschaftszweige hinweg lag die Ausbildungsquote 2012 nach Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung bei 5,6 Prozent.

Der mit großem Abstand häufigste Ausbildungsberuf in der Branche ist der Kaufmann beziehungsweise die Kauffrau für Versicherungen und Finanzen. „Etwa 95 Prozent der Auszubildenden erlernen diesen Beruf“, sagt Michael Gold, Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes der Versicherungsunternehmen (AGV). Und das Interesse ist groß. Rund 20 Bewerber kamen nach Angaben des AGV zuletzt auf jede Stelle, mehr als in den Jahren 2008 bis 2011. Gute Übernahmechancen, vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten und im Branchenvergleich überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten locken die Jugendlichen an.

Doch die Lage ändert sich. „Langfristig erwarten die Unternehmen sinkende Bewerberzahlen“, sagt Gold. Der Grund ist klar: die demografische Entwicklung. Seit 2006 ist die Zahl der jährlichen Schulabgänger um 100.000 gesunken. Ein Rückgang von zehn Prozent. Und auch die Versicherer bekommen die Folgen der Entwicklung bereits zu spüren. Knapp sieben Prozent der angebotenen Lehrstellen blieben zuletzt unbesetzt. Das liege vor allem an der fehlenden Eignung einiger Bewerber, sagt Gold. Ein weiteres Problem seien die Abspringer, die vor Ausbildungsbeginn bei einem anderen Arbeitgeber anheuern.

Beschäftigte in der Versicherungswirtschaft

(Klicken zum Vergrößern) Angestellte in der Branche: Nach Arbeitsbereichen gegliedert (Quelle: GDV)

AGV-Geschäftsführer Gold beobachtet in der Branche noch einen anderen Trend. „Die Versicherer bieten vermehrt duale Studienplätze an.“ Für Gold sind berufs- oder ausbildungsbegleitende Studienangebote eine gute Möglichkeit, um mehr Talente langfristig zu binden. Das Potenzial ist groß: Von den Auszubildenden, die nach Ende der Lehre nicht beim Versicherer bleiben, beginnt im Anschluss immerhin fast jeder Fünfte ein Studium.

Foto: Ina Heinrichs aus Recklinghausen ist die aktuelle Miss Schalke und beginnt laut Presseinfo eine Ausbildung bei einer Versicherung (Quelle: PR)

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