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Verbriefungen als alternative Anlageklassen

25.04.2016 – Schlick_Hauck_AufhaeuserNeben Infrastrukturinvestments bringt Anja Schlick von der Privatbank Hauck & Aufhäuser spezielle Verbriefungen für Versicherer ins Spiel. Das seien Anlageklassen mit potenziell höheren Erträgen aber vergleichsweise niedriger Eigenkapitalunterlegung. “Collateralized Loan Obligations, also Verbriefungen, die durch besicherte Kredite gedeckt sind, können mit einem Rating versehen werden und bedürfen dann ebenfalls nur einer niedrigen Risikokapitalunterlegung”, sagt die Finanzexpertin.

“Auch Immobilien sind mit einer geforderten Unterlegung von 25 Prozent günstiger als Aktien und daher in diesem Zusammenhang zu nennen”, entgegnet sie der Frage nach langfristigen und nachhaltigen Möglichkeiten für Kapitalanlagen von Versicherern angesichts dauerhaft niedriger Zinsen, expansiver Geldpolitik und regulatorischer Anforderungen durch Solvency II.

Im Extremfall müssen Versicherer durch Solvency II bis zu 49 Prozent Eigenkapitalunterlegung bringen. Dies gilt beispielsweise bei Aktien aus Schwellenländern. Risikoarme Investitionen wie etwa deutsche Staatsanleihen, die lange die Portfolios von Versicherern dominiert haben, bringen keine ausreichenden Erträge mehr, um den Garantien aus Lebensversicherungen nachzukommen.

Schlick rät: “Die Lösung kann nur sein, einerseits mehr Reservekapital zu bilden und andererseits auf Anlageklassen auszuweichen, die höhere Erträge abwerfen, aber nur eine vergleichsweise niedrige Eigenkapitalunterlegung fordern.” (vwh/ku)

Bild: Anja Schlick, Leiterin Financial Assets, Hauck & Aufhäuser Privatbankiers, München (Quelle: Hauck & Aufhäuser)

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