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Verbraucher “gescheit” informieren

15.11.2016 – frank_grund_lieLebensversicherer, die ihre Altkunden mit hochverzinsten Verträgen zur vorzeitigen Aufgabe derselben motivieren, stoßen bei der Aufsicht nicht auf Missfallen. “Es ist die Verpflichtung eines jeden Vorstandes, Belastungen seines Unternehmens zu verhindern oder abzubauen”, sagte Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund am Montag auf einer Fachkonferenz in Köln.

Die Unternehmen müssten ihre Kunden aber über diese Angebote auch “umfassend” informieren. “Damit der Verbraucher aufgeklärt und eigenständig entscheiden kann, gehört eine gescheite Information dazu”, betont Grund. Auch in Sachen “neue Garantieprodukte” erwartet er einen entsprechenden Verbraucherschutz von den Unternehmen.

“Die Kunden müssen umfassend über Chancen und Risiken neuer Produkte informiert werden“, sagte er. Seine Rede ging nur an wenigen Punkten über das von ihm auf der Solvency-II-Konferenz am 26. Oktober Gesagte hinaus. Ein Punkt betraf dabei die Kosten, speziell die Vertriebskosten. “Ich kann keine allgemein gültige Empfehlung geben, eine weitere Reduktion ist eine ökonomische Notwendigkeit.”

Eine Entlastung der Lebensversicherer durch eine Änderung des Berechnungsmodus für die Zinszusatzreserve (ZZR) erwartet Grund nicht. “Die Mechanik der ZZR ist in einer Verordnung geregelt und somit Sache des Gesetzgebers. Zurzeit wird daran nichts geändert und ich glaube auch nicht, dass sich daran in dieser Legislaturperiode noch etwas ändern wird. Das ist eine politische Entscheidung”, so Grund. (lie)

Bild: Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund (Quelle: lie)

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