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Unternehmen setzen auf Gesundheitsförderung

07.06.2016 – Gesundheitsmanagement_ThinkstockRund 65 Prozent aller Unternehmen in Deutschland investieren in die Gesundheit ihrer Mitarbeiter. Zu den häufigsten Maßnahmen zählen allgemeine Gesundheitsprüfungen durch den Betriebsarzt (29 Prozent), gesunde Kost in der Kantine (27 Prozent) oder Augenuntersuchungen (22 Prozent). 18 Prozent aller Firmen leisten sich ein eigenes Betriebssportangebot. Nur in 16 Prozent der Betriebe gibt es einen Gesundheitsbeauftragen.

Gerademal 13 Prozent der Unternehmen – darunter vor allem Großunternehmen – bieten zudem spezielle Beratungsangebote zur Stressbewältigung oder bei psychischen Problemen an, konstatiert eine Umfrage der pronova BKK. Nur acht Prozent der Unternehmen setzen auf eine Burnout-Prävention, lautet ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Zudem habe jedes drittes Unternehmen in Deutschland kein einziges gesundheitsförderndes Angebot für seine Mitarbeiter implementiert.

“In vielen Unternehmen haben sich offenbar die positiven wirtschaftlichen Auswirkungen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements noch nicht herumgesprochen”, kommentiert Gerd Herold, Arbeitsmediziner der pronova BKK die Studienergebnisse. Dazu gehöre die Prävention und Vermeidung arbeitsbedingter körperlicher Beschwerden, von denen laut Studie zwei Drittel der Arbeitnehmer betroffen sind. Diese Leiden – zu denen auch Rückenschmerzen und Verspannungen zählen – führen häufig zu krankheitsbedingten Ausfällen. Gleichzeitig erhöhe die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiter ihre Leistungsfähigkeit.

Gleichzeitig zeigt sich eine Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer bereit, für die gesundheitsfördernden Angebote anteilig oder ganz übernehmen. Demnach sind sind 59 Prozent der Angestellten bereit, für gesunde und hochwertige Zutaten eine Zulage zu leisten. Gleichzeitig würde sich jeder zweite Angestellte in Deutschland an den Kosten für Entspannungsmassagen zum Stressabbau und zur Linderung von Nacken- und Rückenschmerzen beteiligen.

63 Prozent aller Arbeitnehmer würden zudem regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, wenn ihr Unternehmen die Kosten für die Mitgliedschaft zumindest anteilig übernähme. “Angebote zur Gesundheitsförderung müssten nicht vollständig kostenlos sein, was viele Unternehmen befürchten, sondern könnten modular und in Kooperation mit örtlichen Dienstleistern angeboten werden”, ergänzt Herold. (vwh/td)

Bildquelle: Thinkstock

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