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Unfallsparte – Rabatte kratzen an der Profitabilität

17.12.2013 – Als Goldesel oder Cash Cow gilt die Unfallversicherung in der Kompositsparte. Doch der Bereich Unfall leidet unter Wachstumsschwäche. Um diese zu überwinden, weiten die Produktanbieter ihre Deckungen aus. Das aber schlägt auf die Margen. Dieses Thema fokussiert die Zeitschrift Versicherungswirtschaft in ihrer aktuellen Ausgabe.

Die Schaden- und Kostenquote der Unfallsparte dürfte nach Einschätzung von Andreas Kelb, Bereichsleiter Deutschland bei der E+Rück in diesem Jahr bei rund 79,5 Prozent (2012: 79,3 Prozent) liegen. Vor zehn, fünfzehn Jahren haben die Rückversicherer noch Schadenquoten von bloßen 20 Prozent gesehen. 2011 betrug die Quote nach seinen Berechnungen noch knapp 60 Prozent.

Die 128 Unfallversicherer werden in diesem Jahr wohl unverändert 6,5 Mrd. Euro Beitragseinnahmen verbuchen. 2012 wuchsen die Bruttobeiträge der Branche gerade einmal um 0,5 Prozent. Zwischen 2000 und 2010 betrug der jährliche Zuwachs im Durchschnitt 1,7 Prozent. Zwischen 1950 und 1980 verzeichnete die Branche noch zweistellige Wachstumsraten. Auch die Absicherungsdichte sinkt. Laut Statistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) lag die Zahl der Unfallversicherungen 2012 bei 26,8 Millionen und damit um rund zwei Prozent unter dem Vorjahr.

Wegen der Wachstumsschwäche kommen die Versicherer den Kunden immer mehr entgegen. Es gebe einen Trend zu höheren Schadenquoten, berichtet Peter Schneider, Vorstandsprecher des Maklerversicherers Janitos. Die Versicherer würden immer mehr Risiken prämienfrei in die Unfallversicherung einschließen. Schneider verweist u.a. auf die große Zahl von Infektionskrankheiten, die in der Unfallversicherung mit abgedeckt werden. (vwh)

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