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UN-Klimakonferenz will Treibgasausstoß verringern

01.12.2014 – bernd_wachtmeister_pixelio.deMit Beginn des UN-Klimagipfels heute in Lima wird das Thema Klimaschutz erneut auf die internationale Agenda gesetzt. In den kommenden zwölf Tagen wollen die Konferenzteilnehmer die Details für ein neues Weltklima-Abkommen ausarbeiten, wonach der weltweite CO2-Ausstoß deutlich reduziert werden soll. Auch die Versicherer beobachten die Diskussion mit Interesse und investieren teils selbst schon in grüne Energien.

Zu den wohl wichtigsten Akteuren der Konferenz gehören erneut die USA und China, die bislang eher die Rolle der “Bremser” eingenommen haben. Doch vor Beginn der Konferenz senden beide Akteure vermeintlich positive Signale aus, die Klimaexperten aufhorchen lassen. So einigten sich beide Länder im Vorfeld der Konferenz darauf, den Klimaschutz gemeinsam voranzutreiben und den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren. Auch beim Ausbau erneuerbarer Energien wollen beide Akteure nun kooperieren. “China hat eine eigene politische Verantwortung in Sachen Klimaschutz übernommen”, sagte der Wirtschaftswissenschaftler und Klimaexperte Reimund Schwarze gegenüber dem Deutschlandfunk. Offen ist allerdings, wie sich Indien als drittgrößter Emittent von Kohlendioxid auf der Konferenz von Lima verhalten wird.

Die Europäische Union scheint zumindest eine Vorreiterrolle bei den Verhandlungen einnehmen zu können. So einigten sich die Mitgliedstaaten bereits im Oktober 2014 auf eine Reduzierung der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2030. Dabei verfolgten auch die deutschen Versicherer die Diskussion mit besonderem Interesse (siehe DOSSIER). Gerade die Schaden- und Rückversicherer spürten die finanziellen Folgen des Klimawandels, verkündete unlängst der Gesamtverband der Deutschen Versicherer (GDV). Daher müsse die EU verstärkt in die Forschung extremer Wetterereignisse investieren.

Zumindest die Allianz scheint hier tatkräftiger zu sein: So will der Versicherer in den kommenden drei Jahren etwa drei Mrd. Euro in grüne Energien investieren – etwa eine Mrd. mehr als bislang. So hat die Konzerntochter Allianz Capital Partners (ACP) einem Bericht des Handelsblatt zufolge bislang 300 Mio. Euro in Solar- und rund 1,7 Mrd. in Windparks investiert, die meisten davon an Land.

Das aber soll sich nun ändern: “Ich kann mir vorstellen, dass wir in Frankreich zum ersten Mal in einen Meerwindpark investieren könnten”, kündigte David Jones von der Allianz-Konzerntochter an. Ein möglicher Grund für das stärkere Engagement des Versicherers im Bereich erneuerbare Energien: Die dort erzielbaren Renditen sind mittlerweile höher als bei den meisten langfristigen Anlagen auf dem Kapitalmarkt. (vhw/td)

Bildquelle: Bernd Wachtmeister / pixelio.de

Link: G20: Systemrelevanz mit Polit-Popstar Merkel (Tagesreport vom 17.11.2014)

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