Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Umstellung bringt Mehrwert für den Kunden

07.03.2016 – holm_schreoeder_aon“Bestände bedeuten für uns in diesem Zusammenhang Daten/Informationen zu Verträgen und Schäden im Bestandssystem”, sagt Holm Schröder, Abteilungsleiter des Dienstleistungszentrum von Aon Risk Solutions im Exklusivinterview mit VWheute. Das Potenzial für die Umstellung von Bestandsführungssystemen sieht der Experte in den erweiterten Möglichkeiten und dem sich daraus ergebenden Mehrwert für die Kunden.

VWheute: Wann ist es aus technischer Sicht sinnvoll, Bestände in den Run-Off zu schicken?

Holm Schröder: Bestände bedeuten für uns in diesem Zusammenhang Daten/Informationen zu Verträgen und Schäden im Bestandssystem. Grenzen für diese Bestände wären die Kosten für die Speicherung oder eine merkliche Verlängerung der Zugriffszeiten. Hier gibt es für uns aktuell keinen Grund, den Zugriff auf diese Daten einzuschränken.

VWheute: Welches mögliche Potenzial sehen Sie in Umstellungen von Bestandsführungssystemen?

Holm Schröder: Das Potenzial in der Umstellung sehen wir im Wesentlichen in den erweiterten Möglichkeiten eines neuen Systems, insbesondere auch in dem sich daraus ergebenden Mehrwert für unsere Kunden. Dies steht für uns im Vordergrund. Daneben rechnen wir sicherlich auch mit einer Vereinfachung der Nutzung und einer fortlaufenden Anpassung des Systems. Diese erwarteten Vorteile lassen sich aber nur sehr schwer finanziell bewerten. Daher lässt sich nicht sagen, wann sich die Investition amortisiert bzw. dies ist kein Faktor für die Entscheidung.

VWheute: Umstellung der Bestandsführungssysteme: Individuell vs. Standard, Make or buy – Welches ist für Sie die Best Practice.

Holm Schröder: Die Best Practice für uns wird primär durch unsere Größe und unser Geschäft bestimmt. Für eine Standard-Makler-Anwendung sind wir zur groß, bzw. sind unsere Anforderungen an die Anwendung zu speziell. Eine Lösung für einen großen Versicherer kommt für uns aus finanziellen Gründen nicht in Betracht. Auch fehlen uns die Möglichkeiten selber eine entsprechende Anwendung zu entwickeln, insbesondere da auch die weitere Entwicklung sichergestellt werden müsste. Daher geht unser Weg dahin, eine Standard-Lösung mit dem Anbieter gemeinsam für unseren Bedarf weiter zu entwickeln.

Dies bedeutet für die Zukunft, dass neue Entwicklungen über die Basis der Anwendung leicht integriert werden können, wir aber auch die Möglichkeit haben, Anforderungen, die sich aus unserem Geschäft ergeben, abzubilden (siehe DOSSIER).

Die Fragen stellte VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Bild: Holm Schröder ist Abteilungsleiter des Dienstleistungszentrum von Aon Risk Solutions (Quelle: Aon Risk Solutions)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten