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UDV fordert mehr Sicherheit bei Motorrädern

28.05.2014 – MotorradDie Unfallforschung der Versicherer fordert für Motorräder ein Abstandsradar mit Widerstand im Gasgriff und regelmäßige Fahrtrainings für mehr Sicherheit. Denn mit der Motorleistung steige laut Studie die Häufigkeit selbstverschuldeter Unfälle. „Junge Fahrer“ und „sportliche Bauform des Motorrads“ sind die wesentlichen Faktoren beim Alleinunfall.

Chopper-Fahrer und Besitzer von Touren-Maschinen sind dagegen deutlich seltener in Unfälle verwickelt. Das sind die zentralen Ergebnisse der Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Mehr als die Hälfte aller Unfälle (52 Prozent), in die im Jahr 2012 Motorradfahrer verwickelt waren, haben diese auch selbst verursacht. 58 Prozent davon waren Alleinunfälle ohne weitere Beteiligte. Um die Unfallursachen genauer zu analysieren, hat die UDV 194 schwere Motorradunfälle im Saarland unter anderem direkt an der Unfallstelle detailliert untersucht.

„Fast jeder zweite Unfall, den ein Kradfahrer verursacht, ist ein sogenannter Unfall im Längsverkehr“, sagt Siegfried Brockmann, Leiter der UDV, „typischerweise ein Auffahrunfall.” “Wenn der Motorradfahrer zu wenig Abstand hält oder kurzzeitig abgelenkt ist, hat er bei entsprechender Geschwindigkeit keine Chance mehr zu reagieren. Die Folge fast immer: Ein Auffahrunfall mit schwerem Personenschaden.”

Um Motorradunfälle zu reduzieren, fordert Brockmann die schnelle Einführung zusätzlicher technischer Assistenzsysteme, vor allem ABS mit Schräglagenerkennung und Abstandsradar, das den Fahrer nicht nur warnt, sondern durch einen Widerstand im Gasgriff zur Herstellung des richtigen Abstands auffordert. Darüber hinaus sollten regelmäßige, obligatorische Fahrtrainings sowohl das Gefahrenbewusstsein schärfen als auch das Fahrkönnen verbessern.

Foto: Oft sind schwere Personenschäden bei Motorradunfällen die direkte Folge. (Quelle: GDV)

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