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Diebe lieben LKW-Ladungen

22.08.2014 – Ladungsklau-Diebe-LKW-150EDV-Geräte, Spirituosen, Lebensmittel und Steine sind besonders beliebt: Einer aktuellen Studie zufolge war jeder zweite Transportunternehmer schon einmal Opfer von Ladungsdieben. Die Hälfte davon fällt in die Kategorie Täuschungshandlung. Ladungsbetrug und Unterschlagung bedeuten ein großes Problem für Logistikunternehmen und verursachen Schäden in Millionenhöhe.

In 70 Prozent der Fälle gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen den Täuschungsdelikten und der Nutzung von Internet-Frachtenbörsen. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Instituts für Logistikrecht & Riskmanagement (ILRM) der Hochschule Bremerhaven.

Frachtdiebstähle sind oft über die Grenzen Deutschlands hinaus organisiert. Mindestens 45 Prozent der rund 160 untersuchten Betrugsfälle ereigneten sich im Ausland, heißt es in der Studie. Die Täter wählen demnach bewusst grenzüberschreitende Transporte, um sich einen Zeitvorteil zu verschaffen: Es dauert länger bis zur Entdeckung des Warenverlustes, und auch die bürokratischen Hürden der internationalen Polizeiarbeit sind oft zeitraubend.

Der Studie zufolge ist Italien mit 23 Fällen Spitzenreiter in Sachen Ladungsbetrug, gefolgt von Tschechien mit zwölf Fällen. Auch Jahreszeit und Wochentage spielen eine Rolle. Frachtdiebe bevorzugen das Frühjahr und den Herbst und schlagen am liebsten rund um das Wochenende zu: 58 Prozent aller Täuschungsdelikte passieren zwischen Freitag und Montag. Der Grund: In der Praxis ist es üblich, die Waren zum Wochenende zu verladen, damit diese dann zu Wochenbeginn beim Kunden angeliefert werden können.

Diebe entwenden EDV-Geräte oder Spirituosen, aber auch Steine oder Dünger. Grundsätzlich stehlen sie Güter, die leicht wieder absetzbar sind, zum Beispiel Fahrzeugteile oder Lebensmittel. Die mittlere Schadenhöhe der erfassten Täuschungshandlungen lag der Studie zufolge bei knapp 51.000 Euro.

Die Studie basiert auf einer Befragung von 53 deutschen Transportunternehmen sowie Versicherungsspezialisten. Die Befragung ist Grundlage einer Masterarbeit zum Thema „Ladungsbetrug und Unterschlagung beim Verkehrsträger Straße in Deutschland“ von Stefan Siuda. (vwh)

Foto: Ladungsklau findet besonders rund um das Wochenende statt. (Quelle: www.polizei-beratung.de)

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