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Towers Watson fordert Qualitätsoffensive für die PKV

16.12.2015 – Bause_Towers_Watson“Die Krankenversicherer müssen ihr Geschäftsmodell überarbeiten, und gerade jetzt ist die Zeit für wichtige interne Weichenstellungen”, stellt Stefan Bause von Towers Watson fest. Angesichts des Rückgangs des Neugeschäfts um zehn Prozent sieht der Experte dringenden Handlungsbedarf in der PKV.

Unisex-Tarife und die gleichzeitige Senkung des Rechnungszinses haben die Beiträge sowohl für Männer als auch für Frauen deutlich ansteigen lassen. Damit ist das früher wichtige Verkaufsargument eines Beitragsvorteils gegenüber der GKV de facto verschwunden. Zugleich fehlen Ansätze für Produktinnovationen, die das Neugeschäft beflügeln könnten, stellt Stefan Bause fest.

Zentrale Hebel für nachhaltigen Erfolg sieht der Experte in neuen Kapitalanlagestrategien für die Versicherer. Die Senkung des Rechnungszins lasse Fragen aufkommen nach der idealen Gewichtung von Aktien, nach alternativen Investments oder Kapitalanlagen in Infrastruktur? “Um solche Überlegungen fundiert analysieren zu können, sind detaillierte Asset-Liability-Management (ALM) – Berechnungen notwendig”, sagt Bause. Weiter brauche es ein einheitliches Leistungsmanagement. “Möglichkeiten, etwa die konsequente Ausrichtung auf eine spezielle Zielgruppe oder die stärkere Ausrichtung auf Zusatzversicherungen, sind vorhanden – der Vertrieb muss dementsprechend gesteuert werden.”

Im Fokus einer transparenten Kommunikation sollten aber mit Bause auch die Beitragsstabilität in der PKV sowie die Qualität ihrer Leistungen stehen. “Dies macht aber auch angepasste Vertriebsansätze notwendig”, erklärt er. (vwh/ku)

Bild: Stefan Bause, Director, Towers Watson (Quelle: Towers Watson)

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