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Textilbranche: Euler Hermes sieht Online- und Neuerungsdruck

18.12.2014 – Fashion_Guenter Hamich_pixelioLicht und Schatten sieht der weltweit größte Kreditversicherer Euler Hermes in seiner jüngsten Studie zur deutschen Textilindustrie. Die Risiken, Finanzierungsmöglichkeiten und Aussichten variieren dabei im Textileinzelhandel und der Textilproduktion relativ stark. Die Herausforderung: mehr Kollektionen aufgrund immer kürzer werdender Kaufzyklen.

Vor allem der stationäre Handel steht laut Studie vor Herausforderung: demnach dürfte der Online-Handel bis 2017 um rund 50 Prozent zunehmen. Auch in der Textilproduktion zeigen sich zwei Gesichter. Ein Teil der Produzenten haben ihr Geschäftsmodell erfolgreich erneuert und sich auf den Bereich der technischen Textilien spezialisiert, die beispielsweise für Schutzanzüge, Zelte oder auch in der Automobilproduktion Anwendung finden.

Die deutschen Textilhersteller gehören dabei zu den Innovationsführern und sind in diesem Segment Exportweltmeister. Allein zwischen 2009 und 2013 haben sich die Ausfuhren in diesem Segment verdreifacht und auch die Aussichten sind gut. Für 2015 rechnen die Euler Hermes Ökonomen mit Exporten im Wert von 7,1 Mrd. Euro.

Laut Branchenstatistiken kauft eine Frau durchschnittlich 30 Kilogramm Kleidung pro Jahr – knapp ein Drittel davon wird nie getragen“, sagte Thomas Krings, Risikovorstand bei Euler Hermes Deutschland. „Die Händler müssen sich deshalb noch stärker auf das Phänomen der ‚Fast Fashion‘ einstellen und regelmäßiger spannende Neuerungen anbieten, wenn sie Kundinnen in ihre Geschäfte locken wollen. Sonst wirkt sich dies sehr schnell auf die Einnahmen aus.”

Die Zeit zwischen Design und Verkauf gelte es zu verkürzen und jedes Jahr nicht mehr nur zwei, sondern sechs bis 12 Kollektionen auf den Markt zu bringen – vier- bis sechs Mal so viel wie noch vor einigen Jahren und mit erheblichen Kosten sowie einem aufwändigen Supply Chain Management verbunden, was sich laut Euler Hermes erst einmal rechnen muss. (vwh/ku)

Bildquelle: Guenther Hamich/ pixelio

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