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Telemedizin: Dermatologen bald per Videosprechstunde zu erreichen

06.05.2015 – Videochat_habrda_fotoliaEinen Pilotversuch in Sachen Telemedizin zur Ausräumung von Kinderkrankheiten will der Bundesverband der Dermatologen noch in diesem Jahr starten. Darüber hinaus sollen 2016 erste Videosprechstunden angeboten werden. Das hat Verbandschef Klaus Strömer jetzt angekündigt.

Telemedizin kann helfen, eine weitere Unterversorgung mit Hautärzten in ländlichen Gebieten zu verhindern. “Davon bin ich fest überzeugt. Sicherlich nicht für alle Fälle”, erklärt Klaus Strömer, Präsident des Berufsverbandes der deutschen Dermatologen im Deutschlandfunk. “Voraussetzung ist, dass der Patient dem Arzt bekannt ist, dass er seine Anamnese, seine Lebensumstände kennt.”

Als telemedizinische Anwendungen kämen eine Handy-App in Frage, über die ein Patient seinem Arzt Fotos zur näheren Diagnose schicken kann. Darüber hinaus soll bald die Videosprechstunde möglich sein. Keine Zukunftsmusik, erklärt Strömer, der selbst in Mönchengladbach praktiziert:

“Also sagen wir, es wird in der nahen Zukunft möglich sein. Wir haben in der zweiten Hälfte dieses Jahres einen Pilotversuch, den wir aller Voraussicht nach mit einer großen bundesweit tätigen Krankenkasse gemeinsam initiieren, wo wir dann die Kinderkrankheiten ausräumen wollen. Und ich hoffe, dass wir dann zum ersten Halbjahr des nächsten Jahres solche Videosprechstunden von der technischen Seite her in der Versorgung anbieten können.”

Juristische und haftungsrechtliche Fragen müssten allerdings noch geklärt werden. Auch gäbe es Hautkrankheiten, bei denen es zur Diagnose den Tast- und Geruchssinn des Arztes unbedingt brauche. (vwh/ku)

Bildquelle: Habrda / Fotolia

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