Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Telematik noch in den Kinderschuhen

12.02.2014 – auto-unfall„Die Telematik steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen“, konstatiert Jürgen Wulf, Partner bei dem auf Versicherer spezialisierten Beratungshaus hnw consulting und Leiter der Studie „Telematik-Services aus Sicht des Fahrzeughalters“. Für die Versicherer heiße es daher, jetzt das vorhandene Potenzial zu erschließen.

In Deutschland bieten derzeit nur wenige Versicherer die individualisierten Telematik-Tarife für Autofahrer an. Dennoch nutzen bereits sieben Prozent der Kfz-Halter solche Dienste, so ein Ergebnis der Studie. Hauptgründe aus Sicht der Autofahrer sind das gesteigerte Sicherheitsgefühl, die Neugier auf innovative Technik sowie die Aussicht auf eine reduzierte Versicherungsprämie.

Bei den individualisierten Tarifen richtet sich die Prämienhöhe nach der Fahrweise. Diese wird anhand aufgezeichneter Daten, beispielsweise zurückgelegte Kilometer, Fahrtempo und Bremsverhalten, ermittelt. Die dafür notwendige Technik ist in vielen Ländern schon weit verbreitet, etwa in den USA, Großbritannien und Irland. Für die Versicherer ein lohnender Weg: Die Unfallzahlen gingen bei den Telematikanwendern um bis zu 40 Prozent zurück.

In Deutschland hemmen vor allem die Fragen nach der Datensicherheit die neue Technik. „Autohersteller und Versicherer werden versuchen, ihre Kunden zukünftig besser darüber aufzuklären, welche Daten wofür verwendet werden und wie sie als Fahrer von der Telematik profitieren“, prognostiziert Wulf: „Dass die Versicherer von den Fahrzeughaltern als am wenigsten prädestiniert für die Vereinbarung von Telematik-Services eingeschätzt werden, sollte die Branche engagiert aufnehmen.“ (jko)

Bild: Hier hätten Telematiksysteme möglicherweise den Schaden begrenzt. (Quelle: ak)

Link: Die Studie

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten