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Tefaf erfindet sich neu

21.03.2016 – gemaelde-cptDie Tefaf in Maastricht gilt derzeit als größte Kunstmesse der Welt. Am gestrigen Sonntag hat die Leitmesse für Kunstliebhaber ihre Pforten wieder geschlossen. Die Bilanz: Kleiner, nüchterner und auf dem Weg zu neuen Pfaden. Auch wenn die Aussteller in den vergangenen Tagen erneut wieder Millionen mit Meisterwerken verdient haben. Das Kaufinteresse an Kunst ist zuletzt spürbar zurückgegangen.

Demnach sind laut Tefaf-Report, welcher das aktuelle Klima am Kunstmarkt untersucht, die Kunstverkäufe im Jahr 2015 global um sieben Prozent von 68,2 Mrd. auf 63,8 Mrd. US-Dollar zurückgegangen. Auch die Zahl der Verkaufstransaktionen ging im gleichen Zeitraum um zwei Prozent auf 38,1 Mio. US-Dollar zurück. Besonders überproportional war der Verkaufsrückgang demnach im Segment der alten Meister. Um rund 20 Prozent gingen die Erlöse für Gemälde und Skulpturen aus dem Zeitraum von 1250 bis 1820 zurück (siehe DOSSIER).

Für die Händler dieser sogenannten Altmeister bedeutet dies ein Umdenken – und damit verbunden die Suche nach neuen Kunden. So kündigten die Ausstellungsmacher bereits im Februar zwei neue Kunstmessen in den USA an. Bereits im Oktober diesen Jahres “Tefaf New York Fall” in der historischen Park Avenue Armory in New York stattfinden. Im Mai 2017 soll dann erstmals die “Tefaf New York Spring” folgen.

Auch die Versicherer haben den Kunstmarkt längst für sich entdeckt. So hat beispielsweise die Provinzial Rheinland in den letzten drei Jahrzehnten eine internationale Kunstausstellung aufgebaut. Das Ziel: eine tägliche Inspiration für die Mitarbeiter. Doch aus Spargründen scheint der Versicherer nun den anderen Weg zu gehen. Denn erstmals überlegt sich deren Vorstandschef Walter Tesarczyk, ein Werk aus der Sammlung zu verkaufen (siehe UNTERNEHMEN). (vwh/td)

Bild: Ausstellungsraum auf der Tefaf in Maastricht (Quelle: cpt)

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