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Symposium zur alternden Gesellschaft

28.08.2014 – Pflege_Rainer Sturm_pixelio.Trotz aller Verbesserungen der individuellen Altersgesundheit ist es vor dem Hintergrund einer älter werdenden Gesellschaft für die Entwicklung effektiver Präventionsmöglichkeiten und Therapien der Alters-Epidemien unserer Zukunft bereits kurz vor 12. Was wissen wir wirklich über Parkinson? Pflege als Infrastruktur und andere Themen stehen im Mittelpunkt des heute stattfindenden Pflege-Symposiums der Provinzial in Münster.

Ist unsere Pflege im Alter noch gesichert? Immer mehr Menschen fürchten um mangelnde Betreuung im Pflegefall. Bereits heute sind knapp 2,5 Millionen Menschen pflegebedürftig, bis zum Jahr 2030 wird diese Zahl auf 3,4 Millionen ansteigen und der Trend wird sich weiter fortsetzen.

Im vierten Altenbericht der Bundesregierung sowie in Berechnungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft werden die Kosten für einen Alzheimer-Patienten mit über 40.000 Euro pro Jahr veranschlagt. Davon entfallen etwa 2,5 Prozent auf die gesetzlichen Krankenversicherer, etwa 30 Prozent auf die Pflegeversicherung, etwa 68 Prozent werden vom direkten Umfeld des Patienten, der Familie und den Angehörigen in Betreuung, Pflege und Versorgung geleistet. Demnach ist pro Jahr ein Kostenvolumen von ca. 26 Mrd. Euro für das Gesundheitswesen zu veranschlagen.

Die aktuelle Pflegepolitik bietet lediglich Teillösungen an, erklärt die Provinzial den Ansatz zur Veranstaltung. Die gesetzlichen Leistungen würden im Fall der Pflegebedürftigkeit bei weitem nicht ausreichen. Auch die 2013 eingeführte staatlich geförderte Pflegeversicherung mit ihren verbesserten Leistungen lasse im Fall der Pflegebedürftigkeit weiterhin eine Versorgungslücke offen.

Die Folge: erhebliche finanzielle Belastungen für Betroffene und deren Angehörige. Der Ausbau der Pflegevorsorge und ihre Finanzierungsmöglichkeiten sollen so beim Pflege-Symposium in Münster im Mittelpunkt stehen.

Auf der Referentenliste stehen unter anderem Fernsehmoderator Werner Hansch und Bundesminister a.D. Franz Müntefering. Heinz Reichmann, Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Dresden, trägt vor, was wir wirklich über Parkinson wissen. „Pflegevorsorge – mehr Staat oder mehr privat?“ ist das Thema von Manuela Kiechle, Mitglied des Vorstands der Versicherungskammer Bayern. Zur Nachhaltigkeit der Pflegeversorgung spricht Bernd Raffelhüschen, Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Freiburg. (vwh)

Bildquelle: Rainer Sturm/pixelio

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