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Sturm-Bilanz: Versicherer kommen “glimpflich” davon

07.07.2015 – Gewitter_R.Streibel_pixelio.deUnwettertief Siegfried verursachte in Nordrhein-Westfalen Millionenschäden. Bei der Provinzial Rheinland sind allein gestern über 3.000 Schadenmeldungen eingegangen. Auch in Nord- und Ostdeutschland führten Starkregen, Hagelschauer und Blitzeinschläge zu einem erhöhten Schadenaufkommen. Ein Großschadenereignis wie Sturmtief Ela erwarten die Versicherer indes nicht.

Die Provinzial Rheinland rechnet nach derzeitigem Stand mit einem niedrigem zweistelligen Millionenschaden für ihre Kunden, wie sie auf Anfrage von VW-heute mitteilte. Damit komme man nach jetzigem Stand vergleichsweise „glimpflich“ davon. Sturmtief Ela hatte beispielsweise im vergangenen Jahr die Provinzial Rheinland 61 Mio. Euro gekostet. Auf die Wohngebäudesparte entfallen bisher 1.500 Sturm- und vor allem Hagelschäden. Hinzu kommen mehr als 200 Blitz- und Überspannungsschäden und über 1.300 Kfz-Hagelschäden. Die meisten Schadenmeldungen treffen aus dem Stadtgebiet Bonn, dem östlichen Rhein-Sieg-Kreis sowie Euskirchen ein.

Die R+V stellt ebenfalls eine leicht erhöhte Zahl an Schadenmeldungen fest, insgesamt handele es sich aber nicht um ein Großschadenereignis.

Auch die im Ruhrgebiet beheimatete Signal Iduna registriert nach den Unwettern ein gestiegenes Schadenaufkommen in den Sparten Wohngebäude, Kfz und Hausrat. Der überwiegende Teil der Schäden liegt in einer Größenklasse von bis zu 1.500 Euro, wie das Unternehmen VW-heute mitteilte. Hinzu kommen noch drei Sturmschäden im Groß- und Spezialschadensegment zwischen 10.000 und 15.000 Euro Schadenhöhe. Zudem seien in diesem Segment zwei Blitzschäden in Höhe von jeweils 10.000 Euro gemeldet worden, so eine Unternehmenssprecherin.

Neben NRW waren vor allem die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen von den Unwettern betroffen. Knud Maywald, Vorstandsmitglied der Öffentlichen Versicherung Braunschweig, rechnet für sein Unternehmen mit „5.000 Schäden plus X“. So seien gestern bereits 1.000 Schäden gemeldet worden.

„Die Unwetter vom Wochenende haben zu einem spürbar erhöhten Schadenaufkommen geführt”, heißt es von der Axa. Hauptsächlich betroffen sind die Sparten Kraftfahrt- und Sachversicherungen. Eine genauere Abschätzung der Schadenhöhe sei derzeit aber noch nicht möglich.

Die Allianz konnte gestern noch keine Auskunft über die Zahl der bisher gemeldeten Schäden geben. (jko)

Bildquelle: R. Streibel / pixelio.de

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