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Studie: Kunden tolerieren Gesetzesbrüche von Start-Ups

11.08.2016 – Startup_JMG_pixelioVerbraucher verzeihen jungen Start-ups der Sharing Economy, die öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die Unternehmen steigern sogar ihren Marktwert, berichtet eine Studie der Universität Hohenheim “Anarchie meets Carsharing: Startups punkten mit Gesetzesbrüchen”. Meistens trete der Effekt ein, wenn die Kunden das übertretene Gesetz selbst für illegitim hielten.

In einem Online-Experiment haben die Wissenschaftler Versuchspersonen verschiedene Szenarien zu einem fiktiven Carsharing-Unternehmen vorgelegt. Beispiel günstige Privat-Taxis: Bricht ein Anbieter bestehende Gestze, sollte man ihn erst recht unterstützen, besonders, wenn es sich um eine unsinnige Rechtsvorschrift handelt. Diese Kunden-Sicht sei Tenor der Untersuchung, so die Wissenschaftler.

Bei einem fiktiven Szenario vermittelt die Firma Driver4U via Handy-App Fahrgäste an Privatpersonen zu einem Preis weit unterhalb von Taxi-Tarifen. Die Taxi-Unternehmen verklagen die Billig-Konkurrenz und ein Gericht verbietet Driver4U den Geschäftsbetrieb.

“Dann variieren wir das anarchische Verhalten des Unternehmens und die Legitimität der gebrochenen Rechtsvorschrift für verschiedene Teilnehmer-Gruppen”, so die Forscher Marion Büttgen und Mattias Steinert. Ergebnis: Die Versuchsteilnehmer sind im Falle eines anarchischen Unternehmensverhaltens eher bereit, das Angebot zu nutzen, als bei rechtskonformen Verhalten.

“Beide Faktoren, das anarchische Verhalten und die Legitimität der gebrochenen Rechtsvorschrift, können daher für den wirtschaftlichen Erfolg von Start-up-Unternehmen von Bedeutung sein. Anarchisch agierende Unternehmen gelten als rebellisch und können von diesem Coolness-Faktor profitieren”, so das Fazit der Wissenschaftler. (vwh/mvd)

Bildquelle: Startup JMG / pixelio

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