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Studie: Direktinvestitionen nach Deutschland steigen weiter

28.05.2014 – ernst & youngIm vergangenen Jahr stieg die Zahl der von ausländischen Investoren in Deutschland durchgeführten Investitionsprojekte um zwölf Prozent auf 701 – ein neuer Rekordwert. Zum Vergleich: Im Vorkrisenjahr 2007 wurden in Deutschland gerade einmal 305 Investitionsprojekte gezählt. Bei den geschaffenen Arbeitsplätzen ist hingegen ein deutlicher Rückgang festzustellen: Um 17 Prozent auf 10.350. Hauptgrund ist die geringere Zahl an Großprojekten. So lauten die Ergebnisse einer neuen Studie des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) zum Standort Deutschland.

So wurden nur zwei Projekte bekannt gegeben, bei denen mehr als 500 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Im Jahr 2012 hatte es in Deutschland noch fünf derartige Projekte gegeben, 2011 sogar sechs – drei davon waren Logistikzentren des Internethändlers Amazon. Zudem ist zu berücksichtigen, dass in Deutschland traditionell relativ selten Angaben zur Zahl der geschaffenen Arbeitsplätze gemacht werden. 2013 war dies nur bei 42 Prozent der Projektankündigungen der Fall, in Frankreich und Großbritannien hingegen bei 66 bzw. 58 Prozent.

Mehr Unternehmen planen die Verlagerung ins Ausland trotz der hohen Wertschätzung, die Deutschland bei internationalen Investoren genießt, hat der Anteil der Unternehmen, die Teile der Geschäftstätigkeit aus Deutschland ins Ausland verlagern wollen, deutlich zugenommen: Von elf auf 20 Prozent. Gleichzeitig planen weniger ausländische Unternehmen, sich in Deutschland neu anzusiedeln oder zusätzliche Geschäftsbereiche nach Deutschland zu verlagern. Ihr Anteil sinkt von 36 auf 27 Prozent.

Besonders gute Noten erhält Deutschland derzeit für die Infrastruktur, das Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte, das soziale Klima und vor allem die Stabilität der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen – jeweils mehr als 80 Prozent der Manager geben Deutschland in diesen Kategorien gute Noten.

Deutlich besser als im Vorjahr schneidet Deutschland zudem in den Kategorien Flexibilität des Arbeitsrechts, Unternehmensbesteuerung und Arbeitskosten ab, die aktuell von jeweils mehr als 60 Prozent der Manager positiv bewertet werden – vor einem Jahr wurde Deutschland in diesen Bereichen jeweils nur von gut 40 Prozent der Befragten gelobt.

Als vielversprechendste Branchen in Deutschland bezeichnen ausländische Manager in erster Linie die Automobilindustrie, gefolgt von der Energie- sowie der IT-Branche. Relativ geringes Wachstumspotenzial billigen sie hingegen der Schwerindustrie und dem Immobiliensektor zu.

Link: EY Studie Standort Deutschland 2014 – Standort Deutschland weiter im Aufwind – Auslandsinvestitionen auf Rekordniveau (PDF, 2,4 MB)

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