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Studie: 75 Prozent der Deutschen fehlen die Mittel zur Altersvorsorge

03.06.2014 – altersvorsorgereport_logo_150Rund 80Prozent der Bürger sind sich über die Notwendigkeit einer rechtzeitigen privaten Altersvorsorge bewusst. Dennoch sind Interesse oder die finanziellen Möglichkeiten mit Bezug auf dieses Thema sehr schwach ausgeprägt. Durch das nicht ausreichende Vorsorgeverhalten der Deutschen fehlen im Alter durchschnittlich mehr als 27.000 Euro pro Bürger. Die Mehrheit ist jedoch nicht bereit, ihren Lebensstandard zu Gunsten der Altersvorsorge einzuschränken. Es droht für weite Teile der Bevölkerung Altersarmut und ein Generationen-Konflikt beim Streit um die Höhe der staatlichen Rente.

Mit der Studie “Altersvorsorgereport: Deutschland 2014″ hat die Sparda-Bank Hamburg, gemeinsam mit einem Team rund um Jens Kleine vom Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule, die dritte umfassende Untersuchung für den deutschen Altersvorsorgemarkt vorgelegt.

Die Schließung der Vorsorgelücke stellt die Bürger vor große Herausforderungen. Die Gründe liegen zum einen in den finanziellen Möglichkeiten der Deutschen und zum anderen in den aktuellen Lebensstandards. Denn rund 75 Prozent der Deutschen haben nicht die Möglichkeiten, um für ausreichende finanzielle Sicherheit im Alter zu sorgen. Sie können die Vorsorgelücke nicht aus eigenen Kräften schließen. Besonders betroffen ist die Berufsgruppe der Arbeiter.

Hier haben aktuell nur rund 19 Prozent finanzielle Spielräume für die private Altersvorsorge. Die Schere zwischen Arm und Reich wird dabei immer größer: Diejenigen Bürger, die aktuell über ausreichend Kapital für eine zusätzliche private Altersvorsorge verfügen, können aufgrund des starken Wohlstandsgefälles, im Schnitt etwa 325 Euro zusätzlich zurücklegen. “Das soziale Ungleichgewicht wird sich im Alter weiter verschärfen. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung wird im Alter gut leben können, wohingegen ein wesentlich größerer Teil mit Einschränkungen oder gar Altersarmut zu kämpfen haben wird”, so Heinz Wings, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hamburg.

Die Studie ergab, dass grundsätzlich nur ein geringes Interesse am Thema Altersvorsorge besteht, trotz des Bewusstseins der bestehenden Notwendigkeit. So sind sich 82 Prozent der Bürger bewusst, dass eine rechtzeitige private Vorsorge zur Wahrung des Lebensstandards im Alter notwendig ist. Dennoch sind Interesse oder die finanziellen Möglichkeiten bei diesem Thema Altersvorsorge in der Bevölkerung eher gering. Mehr als ein Viertel der Bürger gaben sogar an, das Thema Altersvorsorge aktuell komplett zu ignorieren. “Ich bin schockiert, dass jeder Vierte das Thema Altersvorsorge – trotz der täglichen Berichterstattung in den Medien – ignoriert”, so Wings weiter.

Das geringe Interesse spiegelt sich auch im Kenntnisstand der Bürger wider. Die konkreten Rentenansprüche sind weitestgehend unbekannt. Rund 73 Prozent der Bürger gehen zwar davon aus, dass ihre Rentenansprüche im Alter nicht ausreichen, dennoch kennen weniger als die Hälfte deren tatsächliche Höhe. (vwh)

Link: 75 Prozent der Deutschen fehlen die Mittel zur Altersvorsorge (PDF)

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