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Steigende Haftpflichtprämien für Hebammen

30.06.2015 – Am 1. Juli steigt der Beitrag für die Gruppenhaftpflicht-Versicherung des Deutschen Hebammen-Verbandes noch einmal an. Er wird dann bei 6.274 Euro liegen, wie der GDV mitteilte. Für viele freiberufliche Hebammen steht dies in keinem Verhältnis mehr zu ihrem Einkommen. Auf der Verbands-Homepage fordert der GDV daher höhere Einkommen für die Geburtshelfer.

Die hohen Beiträge für die Haftpflichtversicherung erklären sich mit einem Blick auf die Kostenentwicklung in den vergangenen zehn Jahren. Nach einer GDV-Studie sind die Pflege und Therapiekosten für schwere Geburtsschäden zwischen 2003 und 2012 um acht Prozent jährlich gestiegen.

Kostenentwicklung
(Klicken zum Vergrößern) Die Prämienentwicklung in der Haftpflichtversicherung für Hebammen. (Quelle: GDV)

„Wir sehen auch nicht, dass sich diese Entwicklung in der Zukunft ändern wird“, erklärt Nils Hellberger, Abteilungsleiter Haftpflichtversicherung im GDV. Zurückzuführen sind die wachsenden Kosten auf den medizinischen Fortschritt. Die optimierten Therapien führen zu einer deutlich gestiegenen Lebenserwartung auch von schwerstgeschädigten Kindern. Ein Geburtsschaden kostet daher die Versicherer durchschnittlich 2,6 Mio. Euro (2012), 2003 waren es noch durchschnittlich 1,5 Mio. Euro gewesen.

Neben Pflege- und Therapiekosten kommt die Haftpflichtversicherung auch für Schmerzensgeld oder den Erwerbsausfall des Kindes auf. Und diese Kosten sind ebenfalls gestiegen: So wuchs der Ersatz für entgangenes Einkommen von 2003 bis 2012 jedes Jahr um 15 Prozent. (vwh/jko)

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