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Steigende Exportrisiken für deutsche Wirtschaft

03.03.2016 – Container_by_URSfoto_pixelio.deDie deutsche Wirtschaft wächst und der Export brummt. Dennoch bewegen sich die deutschen Unternehmen laut Coface derzeit zwischen Stabilitätspuffern und steigenden Exportrisiken. So heißt es im neuen Panorama des Kreditversicherers: “Vor allem die Schwäche der Emerging Markets wirkt sich auf die Exporte aus. Daneben nehmen auch die Sorgen im Hinblick auf die Entwicklung in den Industrieländern wieder zu.”

Besonders zu schaffen machen den deutschen Exportunternehmen neben der globalen Investitionsschwäche vor allem die politischen Risiken. Dazu zählen laut Coface vor allem ein möglicher EU-Austritt Großbritanniens (“Brexit”) sowie weitere Beeinträchtigungen des freien Warenverkehrs in der EU durch weitere Grenzbarrieren. “Dies würde die Handelsnation Deutschland ganz besonders empfindlich treffen und die Exporte belasten”, sagt Mario Jung, Regional Economist für Nordeuropa bei Coface.

Daneben bereiten die schwächelnden Schwellen- und Entwicklungsländer aufgrund der geringeren weltwirtschaftlichen Nachfrage, den niedrigen Ölpreisen und den strukturellen Problemen zusätzliche Probleme. Vor allem die Turbulenzen in China werden nach Ansicht der Coface-Experten die deutsche Exportwirtschaft weiter treffen, da diese im europäischen Vergleich überproportional viele Geschäfte mit diesen Ländern – insbesondere mit China – abwickelt. “Die Probleme in den Emerging Markets haben schon ihren Niederschlag in den Exportzahlen für 2015 gefunden. Die deutschen Ausfuhren nach China sind im vergangen Jahr erstmals seit 1997 gesunken. Die Bilanz für die Exporte nach Russland und Brasilien fällt noch schlechter aus”, ergänzt Jung.

Zudem sind aus Sicht des Kreditversicherers vor allem die Autoindustrie, der Maschinenbau und Elektrische Ausrüstungen besonders verwundbar für außenwirtschaftliche Risiken, die von den Emerging Markets ausgehen. “Denn in diesen Branchen ist der Anteil der Geschäfte mit Schwellen- und Entwicklungsländern und/oder China im branchenweiten Vergleich für Deutschland überproportional hoch”, ergänzt Jung. So gehen beispielsweise rund 38 Prozent der Exporte der Maschinenbauunternehmen in Schwellen- und Entwicklungsländer, während der Anteil für die gesamten deutschen Exporte “nur” bei knapp 29 Prozent liege. (vwh/td)

Bildquelle: URSfoto / pixelio.de

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