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Sparkassen bringen viel Lebens-Neugeschäft

21.05.2015 – sahlDie Öffentlicher Versicherer haben 2014 das Neugeschäft in der Lebensversicherung um 20,4 Prozent auf 4,94 Mrd. Euro Neubeitrag gesteigert. “Auch wenn manche Zeitungen die Lebensversicherung tot schreiben, ist die Nachfrage nach stabiler privater Altersvorsorge nach wie vor groß”, sagte Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl. Er ist Verbandsvorsitzender der elf öffentlichen Erstversicherungsgruppen und Chef der SV Stuttgart.

78 Prozent des Neugeschäfts kam über die Sparkassen, die damit ihr bisher höchstes Neugeschäft erzielten. Insgesamt wurden 6,6 Prozent mehr Neuverträge als 2013 geschlossen. Zwischen 50 und 60 Prozent des Neugeschäfts (ohne betriebliche Altersvorsorge) entfielen auf Hybridprodukte, weshalb der durchschnittliche Garantiezins im Neugeschäft nicht bei 1,25 Prozent, sondern nach Verbandsaussage eher bei 0,8 Prozent liegt.

Das Geschäft gegen laufenden Beitrag wuchs nach einem Rückgang im Vorjahr um 11,3 Prozent und das Einmalbeitragsgeschäft um 21,4 Prozent. “Beim Einmalbeitrag wachsen einige Öffentliche stärker als andere”, berichtete von der Sahl, der dies mit den Unterschieden bei der betrieblichen Altersvorsorge begründete. Die gebuchten Bruttobeiträge legten um 7,5 Prozent auf 10,03 Mrd. Euro zu, das war doppelt so viel wie im Markt. Dem entsprechend vergrößerte sich der Marktanteil auf 10,7 Prozent (2013: 10,3 Prozent).

Für ihre Kapitalanlagen von 122,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 118,8 Mrd.) weisen die öffentlichen Lebensversicherer 4,3 Prozent (2013: 4,2 Prozent) Nettoverzinsung aus. Ohne Auflösungen von Reserven zur Finanzierung der Zinszusatzreserve wären es etwa 3,5 Prozent gewesen. Auch die Öffentlichen fordern Nachbesserungen beim Modell der Zinszusatzreserve.

In der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen die Beiträge dank hoher Zuwächse in den HUK-Sparten um 4,9 % auf 8,32 Mrd. Euro. Der Marktanteil erhöhte sich auf 14,4 Prozent (2013: 14,2 Prozent). Die Combined-Ratio verbesserte sich nach dem unwetterreichen Vorjahr auf 96,4 Prozent (Vorjahr: 110,2 Prozent) – in der Auto- sowie in der Wohngebäudeversicherung liegen die Quoten bei 98,8 (105,1) % bzw. 96,1 Prozent (131,8). (lie)

Bild: Ulrich-Bernd Wolff von der Sahl (Quelle: SV SparkassenVersicherung)

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