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Spanischer Versicherungsmarkt mit leichtem Aufwärtstrend

02.12.2014 – rolf-engelhardt-150-herzHeute ist der zweite Tag des Staatsbesuchs des Spanischen Königs Felipe in Deutschland. In Bielefeld besucht der Monarch ein spanisches Unternehmen und in Gütersloh den Sitz des Bertelsmann-Konzerns. VWheute-Korrespondent Rolf Engelhardt hat den spanischen Versicherungsmarkt analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass das Land die konjunkturelle Abwärtsspirale stoppen konnte und ein leichter Aufwärtstrend, der auch die Versicherungsbranche erfasst hat, einsetzt.

Die spanischen Versicherer profitieren von der verbesserten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Dies dürfte sich auch im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen. Nach jahrelanger wirtschaftlicher Rezession mit einhergehenden Prämienrückgängen für die Versicherer bedeutet dies allerdings bestenfalls eine Stagnation.

In den vergangenen fünf Krisenjahren standen selbst für große Versicherungszweige nicht selten Prämienrückgänge von zwischen fünf und zehn Prozent auf der Tagesordnung. Mit einem Prämienrückgang von 0,9 Prozent im dritten Quartal 2014 hat sich nach Angaben des Versichererverbandes Unespa zumindest eine Stabilisierung eingestellt.

Zentrale Grundlage für die leichte Erholung ist, dass Spanien in diesem Jahr den gesamtwirtschaftlichenTurnaround geschafft hat.

Für die Versicherungsbranche besteht vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Erholung die Aussicht, dass sich die aktuelle Tendenz einer Stabilisierung auch 2015 fortsetzen wird. Die zuletzt von Unespa veröffentlichten Marktzahlen geben allerdings keinerlei Anlass zum Überschwang. Trotz des Wirtschaftswachstums von 1,2 Prozent im Jahr 2014, müssen die Versicherer noch immer einen Prämienrückgang von 0,9 Prozent hinnehmen.

Der aktuelle Prämienrückgang ist ausschließlich auf die Lebensversicherung zurückzuführen, die 2,7 Prozent ihres Prämienvolumens einbüßt. Die stark an die wirtschaftliche Entwicklung gekoppelte Nichtlebensversicherung konnte hingegen wieder einen Zuwachs um 0,5 Prozent vorweisen. Innerhalb der Lebensversicherung ist es vor allem die kapitalbildende Lebensversicherung, die mit einem Beitragsrückgang um 3,5 Prozent das Gesamtsegment belastet.

Die Risikolebensversicherung befindet sich bereits jetzt mit einer Prämiensteigerung von 2,3 Prozent auf einem moderaten Wachstumskurs. In der Nichtlebensversicherung sind nach den ersten neun Monaten des laufenden Jahres bei der Prämienentwicklung bis auf eine Ausnahme alle wichtigen Teilsegmente wieder im positiven Terrain.

Die vollständige Betrachtung des spanischen Marktes ist in der neuen Ausgabe des Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft, Heft 12/2014 erschienen.

Bild: Rolf Engelhardt, VWheute-Korrespondent, Madrid. (Quelle: vvw)

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