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Spanien: Die Nichtlebensversicherung stoppt den Abwärtstrend

10.09.2014 – rolf-engelhardt-150-herzVon VWheute-Spanien-Korrespondent Rolf Engelhardt.

Die gerade vom spanischen Versichererverband Unespa vorgelegten Zahlen zur Prämienentwicklung der Assekuranz im ersten Halbjahr 2014 zeigen eine Stabilisierung in der Nichtlebensversicherung. Im Gesamtmarkt steht allerdings noch immer ein Prämienrückgang um 2,9 Prozent auf 28,9 Milliarden Euro zu Buche.

„Es gibt Anzeichen einer Erholung in der Nichtlebensversicherung“, sagten Vertreter der Unespa. Das Marktsegment konnte in den ersten sechs Monaten 2014 erstmals seit Jahren die Talfahrt bei der Prämienentwicklung stoppen. Zuvor hatten zahlreiche Quartalsergebnisse ein deutliches Minus ausgewiesen. Jetzt steht in diesem Segment mit einem Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 0,07 Prozent auf rund 16 Milliarden Euro erstmals wieder eine rote Null in den Büchern.

Innerhalb der Nichtlebensversicherung sind in allen drei wichtigen Teilbereichen positive Tendenzen zu erkennen. Das größte Teilsegment Kraftfahrtversicherung befindet sich zwar mit einem Prämienrückgang von 2,3 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro noch immer im Rückwärtsgang, jedoch im Vergleich zu den letzten Quartalsergebnissen auf deutlich moderaterem Niveau. Wieder anziehende Kfz-Zulassungszahlen stützen das Geschäft. Nach dem ersten Halbjahr 2013 stand in der Kraftfahrtversicherung noch ein Einbruch von 6,6 Prozent in den Büchern.

Die Sachversicherung musste in den vergangenen zwölf Monaten durchweg negative Quartalsergebnisse ausweisen. Nach dem ersten Halbjahr 2014 haben die Versicherer jetzt wieder ein moderates Wachstum von 0,2 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro erzielt, womit die negative Tendenz gebrochen ist. Die Krankenversicherung bestätigt ihre positiven Wachstumszahlen der vergangenen Quartale mit einer Steigerungsrate von drei Prozent auf 3,6 Milliarden Euro. Nach dem ersten Halbjahr 2013 erreichte hier die Wachstumsdynamik noch ein Niveau von 1,8 Prozent.

Entscheidend für den Prämienrückgang im Gesamtmarkt war vor allem der Einbruch in der Lebensversicherung um 6,3 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Die Entwicklung innerhalb  dieses Marktsegments ist uneinheitlich. Der starke Prämienabrieb ist ausnahmslos auf die kapitalbildende Lebensversicherung zurückzuführen. Sie verliert überproportional um 7,8 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro. Positiv entwickelte sich im ersten Halbjahr 2014 dagegen die Risikolebensversicherung mit einem Prämienzuwachs von 2,7 Prozent auf rund zwei Milliarden Euro.

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