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Smombies sind Verkehrsopfer und Verursacher zugleich

26.08.2016 – handy by_Michael_Grabscheit_pixelio.deSmartphones sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Ob Telefonieren, das Checken von E-Mails, Nachrichten schreiben oder Apps nutzen: Rund zwei Drittel der Autofahrer und Fußgänger nutzen laut einer Studie der Axa Winterthur ihr Smartphone, während sie im Straßenverkehr unterwegs sind. Gleichzeitig stufen 94 Prozent der befragten Autofahrer die Geräte selbst als durchaus gefährlich ein.

Die Autofahrer nutzen ihr Handy laut Studie meist zum Telefonieren oder als Navigationsgerät. Doch auch die textbasierte Kommunikation ist verbreitet: 23 Prozent der Autofahrer haben bereits SMS oder WhatsApp-Nachrichten am Steuer gelesen, 13 Prozent selber Nachrichten geschrieben. “Nicht nur telefonieren, sondern auch Nummern eintippen, eine Route auf dem Navigationssystem suchen oder Nachrichten lesen lenkt Autofahrer massiv ab”, erläutert Bettina Zahnd, Leiterin der Abteilung Unfallforschung & Prävention der Axa Winterthur.

Amtlichen Zahlen in der Schweiz zufolge gehen rund 21 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden auf Ablenkung und Unaufmerksamkeit zurück. “Wir gehen davon aus, dass die Nutzung von Smartphones dabei eine Rolle spielt. Zudem rechnen wir mit einer großen Dunkelziffer, da Unfallursachen nicht immer genau eruiert werden können. So kann auch das Missachten der Vorfahrt eine Folge von Ablenkung sein”, ergänzt Zahnd.

Problematisch ist die Nutzung der Geräte jedoch auch bei Fußgängern. So nutzen rund ein Drittel der befragten Fußgänger ihr Smartphone oft, wenn sie im Verkehr unterwegs sind, ein weiteres Drittel zumindest gelegentlich. Zahnd befürchtet, dass die von sogenannten Smombies provozierten Unfälle zunehmen und die Opfer von Fußgängerunfällen deutlich jünger werden.

“Unsere Studie zeigt, dass insbesondere Personen unter 35 Jahren das Smartphone überdurchschnittlich oft im Straßenverkehr nutzen.” Bei den 14- bis 25-jährigen Fußgängern verwendet mehr als die Hälfte ihr Handy oft oder sehr oft, wenn sie unterwegs ist”, erläutert Zahnd. Ihre Forderung daher: “Auch Fußgänger sollten mit einem Bußgeld bestraft werden”. (vwh/td)

Bildquelle: Michael Grabscheit / pixelio.de

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