Versicherungswirtschaft-heute
Donnerstag
08.12.2016
          Mobilversion

 


- Anzeige -

Skepsis gegenüber Telematik-Tarifen

16.11.2016 – Telematik_GDVDie deutschen Autofahrer sind bei Telematik-Tarifen eher skeptisch. Laut einer aktuellen Studie der Wirtschaftsprüfung Deloitte sind nur 25 Prozent der Befragten zu einer Weitergabe ihrer Daten bereit. Allerdings vertrauen die Verbraucher ihrem Versicherer immer noch mehr als anderen Parteien. Dennoch sind die deutschen Versicherungsnehmer laut Umfrage kein homogener Block

Wechselbereiten Jüngeren und aufgeschlossenen Älteren steht laut Deloitte auch ein bedeutender Anteil sogenannter “Verweigerer” gegenüber, die ihre Daten keinesfalls preisgeben wollen. Zudem gebe es noch immer Vorbehalte gegenüber der Art von Daten, die transferiert und genutzt werden. Die Weitergabe von Fahrdaten wird immer noch etwas unkritischer gesehen als von Informationen aus den sozialen Netzwerken, in denen ein direkter Zusammenhang mit mobilitätsrelevanten Serviceleistungen besteht, konstatieren die Studienautoren weiter.

Dennoch scheint der Telematik nach Ansicht der Deloitte-Experten die Zukunft zu gehören. “Deutschland und Frankreich werden zu den ersten Ländern gehören, wo der Wandel sichtbar wird. Unter allen Versicherungssparten nimmt die Kfz-Versicherung eine Vorreiterrolle ein. Versicherer, die bestehende Telematik-Technologie nutzen, um eine wertorientierte Kundeninteraktion zu etablieren, werden diesen Markt dauerhaft dominieren. Schnelles Handeln ist darum wichtig. Wer jetzt Angebote entwickelt, die auch Skeptiker überzeugen, hat die Nase vorn”, glaubt Jens Parthe, Lead Partner FSI Strategy bei Monitor Deloitte.

Direktversicherer CosmosDirekt sieht die deutschen Autofahrer hingegen deutlich aufgeschlossener gegenüber den Telematik-Angeboten der Kfz-Versicherer. Laut einer forsa-Umfrage wäre demnach knapp die Hälfte aller Autofahrer in Deutschland (47 Prozent) bereit, für eine günstigere Versicherungsprämie bei umsichtigem Fahrverhalten ihre Fahr- und Fahrzeugdaten zur Verfügung zu stellen. Dabei wäre sogar eine Mehrheit der weiblichen Autofahrer (52 Prozent) “eher” oder “auf jeden Fall” bereit, ihre Fahrdaten zur Verfügung zu stellen. Bei den Männern sind es zum Vergleich nur 43 Prozent. (vwh/td)

Bildquelle: GDV

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten