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Sinn warnt vor “politischen Träumereien”

24.09.2015 – sinnHans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts, hält ein Mehr an gezielter Zuwanderung in Deutschland für wünschenswert, regt dafür aber ein Punktesystem in einem Einwanderungsgesetz wie in Kanada oder den USA an. Bei einer Veranstaltung des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) warnte Sinn vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingskrise vor einer Einwanderung in die Arbeitslosigkeit durch “politische Träumereien”.

Es sei ein Ding der Unmöglichkeit, der Vielzahl wenig qualifizierter und schwer vermittelbarer Migranten Jobs zu beschaffen, wenn es – wie von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) postuliert – beim Mindestlohn bleibe.

“Hunderttausende integrieren und den Lohn fixieren, das funktioniert nicht“, sagte Sinn wörtlich. Der Hochschullehrer aus München machte gleichzeitig deutlich, dass mit Zuwanderern alleine der dramatische Wandel zu einer Gerontokratie in Deutschland nicht zu bewältigen sei.

“Wenn Immigranten nicht altern würden, wäre eine Nettozuwanderung von insgesamt 32 Millionen Menschen nötig, um den Altenquotienten von 2035 auf dem Niveau von 2015 zu halten”, erklärte Sinn.
Zur Linderung der demographischen Probleme bot Sinn einen Maßnahmenkatalog an. Dazu gehören die Abschaffung des gesetzlichen Rentenalters, eine kinderfreundliche Politik wie in Frankreich und die Einführung einer “Kinder-Rente”. Auf die aktuelle Politik eingehend ließ Sinn keinen Zweifel daran, dass er die Rente mit 63 für einen schweren Fehler hält. (vwh)

Bild: Hans-Werner Sinn, Präsident des Ifo-Instituts (Quelle: rem/ Archiv)

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