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Sinkende Rohstoffpreise belasten Wachstum in Indonesien

04.04.2016 – jukung_bali_pixelioDie sinkenden Rohstoffpreise und eine schwächelnde Währung bremsen derzeit die wirtschaftliche Entwicklung in Indonesien. Zudem behindern innenpolitische Spannungen und wachsende Terror-Gefahr die Reformpläne der Regierung, konstatiert der Kreditversicherer Credimundi. Demnach sei das Land in hohem Maße abhängig vom Rohstoffabbau, der die Hälfte aller Exporte des Landes ausmache.

Dabei zählt China derzeit zu den wichtigsten Handelspartnern des südostasiatischen Inselstaates. Dessen Konjunkturabschwung, der Verfall der Rohstoffpreise sowie die wachsende Zurückhaltung von Investoren gegenüber den Schwellenländern machen dem Land daher besonders zu schaffen, so Credimundi.

Zudem sinke das Wirtschaftswachstum stetig, so der Kreditversicherer weiter. Allein im vergangenen Jahr sei dies sogar auf ein Sechs-Jahres-Tief von 4,7 Prozent gefallen. Daneben verliere die Rupiah seit 2013, als die FED den Ausstieg aus ihrer lockereren Geldpolitik ankündigte, stetig an Wert. So haben die fallenden Rohstoffpreise und kurzfristigen Kapitalabflüsse dazu geführt, dass die indonesische Währung bis Ende 2015 rund 40 Prozent ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar verloren hat.

“Schon bald könnte die Rupiah den niedrigsten Stand seit der Asienkrise erreichen. Aufgrund der auf Fremdwährung lautenden Schulden würde ein weiterer Währungsverfall insbesondere indonesische Unternehmen im Rohstoffsektor hart treffen”, erläutert Christoph Witte, Deutschland-Chef des belgischen Kreditversicherers.

Hinzu kommt nach Ansicht von Credimundi auch die Gefahr einer inneren Destabilisierung, vor allem durch den wachsenden Einfluss der Terrororganisation “Islamischer Staat” auf lokale militante Gruppierungen. Jüngster Höhepunkt war im Januar 2016 der Selbstmordanschlag auf ein Einkaufszentrum und ein Café in der indonesischen Hauptstadt Jakarta, bei dem sieben Menschen getötet worden sind.

Daneben beteiligen sich nach offiziellen Schätzungen derzeit etwa 500 indonesische Kämpfer am Bürgerkrieg in Syrien und Irak. “Auch wenn die Terrorgefahr durch IS-Sympathisanten gegen westliche und offizielle Ziele zunehmen dürfte: Nicht alle islamistischen Gruppierungen in Indonesien teilen die Ideologie des IS. Zudem ist Indonesien ein Land mit einem traditionell moderaten Islam”, ergänzt Witte. (vwh/td)

Bild: Jukung, ein Fischerboot auf Bali. (Quelle: Astrid Götze-Happe / pixelio.de)

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