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Sind die rosigen Zeiten für Rückversicherer vorbei?

19.02.2015 – prem_watsa_150Mit Spannung erwartet die Rückversicherungsbranche heute die Zahlen der weltweiten Nummer zwei am Markt: Konnte die Swiss Re bei ihren Erneuerungsrunden zum Auftakt des Jahres ihre Preisvorstellungen durchsetzen, oder stieß sie auf einen weichen Markt, ist die alles entscheidende Frage für Marktbeobachter und Investoren.

Dazu zählen immer häufiger Pensionskassen, Lebensversicherer und sogenannte Family Offices. Sie setzten die Platzhirsche unter Druck. Dieser Druck wird weiter verstärkt durch relativ sinkende Schadenereignisse weltweit. Die Vorstände und ihre Teams aus Hannover und München z.B. wollen sich allerdings nicht zu überstürztem Handeln verleiten lassen und überlassen unrentierliche Geschäfte lieber der Konkurrenz. Auch wenn Nikolaus von Bomhard, CEO der Munich Re, auf die Methoden der Mitbewerber verärgert reagiert (“enttäuscht, verärgert und teilweise entsetzt” über das Verhalten der mancher Wettbewerber; Börsen-Zeitung), so kann er sich das Treiben auf den Märkten, Dank einer breiten Diversifizierung und konservativen Strategie, einigermassen entspannt aus sicheren Höhen betrachten.

Doch Übernahmen, Fusionen und Verkäufe können über Nacht neue Player in die Manege katapultieren und die Karten neu verteilen: Siehe XL Group, die den größten Syndikatsbetreiber an der Versicherungsbörse Lloyd`s of London, die Catlin Group, übernahm. Daneben fusionierten noch Axis Capital und PartnerRe von den Bermudas. Den vorläufigen Schlusspunkt setzte gerade Prem Watsa , der Chef von Fairfax Financial aus Kanada, der sich mit der Übernahme der Anteile der Finanzinvestoren Apollo und CVC an Brit Insurance ebenfalls engagiert.

Sind Amlin, Hiscox, Beazley, Lancashire Holdings und Novae die nächsten Kandidaten? (vwh)

(Bildquelle: Chris Hughes, University of Waterloo, Graphics, Photo/Imaging)

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