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Sieger und Verlierer – deutscher Kfz-Markt uneinheitlich

05.11.2013 – AudiDie gestern veröffentlichten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) für den Monat Oktober sind unbestechlich: Insgesamt erholt sich der deutsche Automarkt, im vergangenen Monat wurden laut KBA 265.441 Autos neu zugelassen und damit mehr als im gleichen Zeitraum noch vor einem Jahr (plus 2,3 Prozent). Seit Januar liegt der Wert mit gut 2,48 Millionen Autos allerdings noch gut fünf Prozent niedriger als in den ersten zehn Monaten 2012. Damit stabilisiert sich der Markt aber trotzdem. Im Frühjahr war die Nachfrage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum noch kräftig eingebrochen, seit dem Sommer liegt sie wieder etwa auf dem Niveau der Vorjahresmonate.

Den größten Rückgang bei den Zulassungen muss ausgerechnet die erfolgsverwöhnte Audi AG aus Ingolstadt hinnehmen. Im Vergleich zu Oktober 2012 sank der Absatz um 7,6 Prozent. Dazu lassen hohe Ausgaben für neue Modelle und Fertigungsstätten den Gewinn von Juli bis September 2013 um gut 18 Prozent einbrechen. Am oberen Ende der Zulassungsstatistik rangiert eine weitere Marke aus dem VW-Konzern: Mit einem Plus von satten 24,2 Prozent markiert Porsche hier die Spitze. Opel mit seinem Erfolgsmodellen Mokka und Adam liegen in dieser Wertung auf Platz zwei (Plus 12,1 Prozent). BMW, die heute ihre Q3-Zahlen vorlegen (plus 3,1 Prozent), VW (plus 1,9 Prozent) und Mercedes (plus 1,1 Prozent) verzeichnen lediglich einen einstelligen Zuwachs im Monatsvergleich. Knapp die Hälfte (49,7 Prozent) aller Neuzulassungen entfiel im Oktober auf die Segmente Mini (7,1 Prozent), Kleinwagen (15,7 Prozent) und Kompaktklasse (26,9 Prozent), wobei Letztere mit über einem Viertel erneut den größten Anteil ausmachte. Die größten Zuwächse gab es im Monatsvergleich bei den Utilities (+15,2 Prozent) und der Oberklasse (+14,5 Prozent). Die SUV´s wiesen einen Anstieg um +11,6 Prozent, die Geländewagen hingegen einen Rückgang um -7,7 Prozent auf. Die Krise scheint zumindest im Bereich Kfz ausgestanden zu sein. Ein positiver Indikator, der vielleicht auch dazu beitragen kann, die z.T. defizitären Kfz-Sparten der Versicherer aufzuhellen. Eine weitere Präzisierung der aktuellen Konsumlaune für ganz Europa erwarten die Unternehmen von der Herbstprognose der Europäischen Union die heute veröffentlicht wird. Erst dann kann der Daumen für 2013 gehoben oder gesenkt werden.

Foto: Einzelne Hersteller fahren bereits wieder Sonderschichten. (Quelle: vvw)

Link: KBA Monatsbericht

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