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“Shared Mobility” ist auf dem Vormarsch

20.09.2016 – maus_auto_fotolia_ - quelle fotolia alphaspiritDie Art und Weise unserer Fortbewegung wird sich in den kommenden 25 Jahren grundlegend verändern. So rechnet eine Studie von Oliver Wyman künftig vor allem vom Verzicht vieler Menschen auf das eigene Auto zugunsten der “Shared Mobility” mit individualisierten Mobilitätslösungen geprägt sein. Zudem erwarten die Studienautoren einen endgültigen Abschied des Schienenverkehrs aus dünn besiedelten Regionen.

Demnach gehen die Studienautoren davon aus, dass die Ausgaben für die individuelle Automobilität in Deutschland von derzeit rund 75 Prozent auf 56 Prozent zurückgehen. Ähnliche Entwicklungen seien auch in den USA und China zu verzeichnen. Bei der Shared Mobility erwartet die Studie zudem “dramatische Zuwächse” vor allem mit der weiteren technischen Entwicklung des autonomen Fahrens. Annähernd zwei Drittel der befragten Verkehrsexperten seien demnach überzeugt, dass dies die Sharing-Entwicklungen beschleunigen werde.

“Die Möglichkeiten des autonomen Fahrens werden aber auch den öffentlichen Nahverkehr in dünn besiedelten Regionen nicht nur erhalten, sondern verbessern”, betont Carolin Mentz, Principal bei Oliver Wyman und Mit-Autorin der Studie. “Automatisiert fahrende Elektro-Kleinbusse werden künftig viele regionale Strecken mit geringer Verkehrsnachfrage flexibler und weitaus kundengerechter bedienen können als heute – wenn überhaupt noch fahrende – Nahverkehrszüge”, erläutert die Expertin. Dies betreffe besonders Dörfer und kleine Städte, aber auch Verbindungen, die außerhalb des Pendler-Berufsverkehrs nur wenig ausgelastet sind.

Gleichzeitig prognostiziert die Studie einen weitgehenden Rückzug des Schienenverkehrs aus der Fläche, was auch auf die hohen Investitionen in Infrastruktur, Rollmaterial und Kosten des laufenden Betriebs zurückzuführen sei. Bis 2040 würden allein in Deutschland 20 bis 30 Prozent der Ausgaben für Schienen und Züge eingespart werden, so die Studienautoren weiter.

Dennoch würden Eisenbahnen in der Mobilitätswelt der Zukunft auch weiterhin ihre Berechtigung haben, ergänzt Mentz. “Auf den großen Verkehrsachsen und in den Ballungszentren wird die Arbeitsteilung genau anders herum funktionieren. Hier wird man das Eisenbahnnetz weiter ausbauen müssen”, betont die Expertin. Gerade im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Pariser Klimakonferenz von 2015 würden moderne, leistungsfähige und hochwertige Bahnangebote das Rückgrat der Mobilität darstellen. Sharing-Angebote oder autonome Elektrobusse würden dann häufig die individuelle Zubringer-Funktion zu Mobilitäts-Hubs übernehmen. (vwh/td)

Bildquelle: Fotolia

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