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Sechs Mrd. Euro Schaden: Versicherungsbetrug als Wirtschaftszweig

14.07.2016 – “Versicherungsbetrug entwickelt sich mehr und mehr zu einem illegalen Wirtschaftszweig”, erklärt Volker Illguth, Experte von den Versicherungsforen Leipzig. “Der gesamtwirtschaftliche Schaden, der seit Jahren mit vier Mrd. Euro angegeben wird, dürfte längst überholt sein.” Er schätzt, dass der Schaden in diesem Jahr bereits sechs Mrd. Euro übersteigt und sieht Algorithmen zur Betrugsabwehr nur bedingt geeignet.

Illguth führt dafür eine gemeinhin gern genutzte Faustformel an: Danach seien etwa zehn Prozent aller Versicherungsfälle betrügerisch. Auch das Aufkommen an Versicherungsbetrug steige demnach jährlich um etwa zehn Prozent. “Legt man nur diesen gemäßigten Maßstab an, sind spätestens im Jahr 2016 die sechs Mrd. Euro an Gesamtschaden geknackt.”

Gerade im Bereich organisierter Kriminalität würden die bisher gängigen Betrugsabwehrsysteme der Versicherungswirtschaft an ihre Grenzen stoßen, ist sich Illguth sicher. “Professionelle Banden wissen nur zu gut, wie die Algorithmen funktionieren und folglich auch, wie sie zu umgehen sind.”

Den Möglichkeiten von Big Data steht für den Experten der Datenschutz entgegen. “Zweitens gilt immer noch: Prävention ist besser als Kontrolle”, schließt der Versicherungsexperte seinen aktuellen Blogbeitrag. (vwh/ku)

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