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Schweizer Ombudsmann meldet Beschwerderückgang von fünf Prozent

05.06.2014 – ombudsmann_lorenzon_martinDie 1972 – und damit Jahrzehnte vor Deutschland – vom Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) gegründete Stiftung “Ombudsman der Privatversicherung und der Suva” meldet in ihrem jetzt vorgelegten Jahresbericht einen Rückgang der Beschwerden von insgesamt 3.365 auf 3.207 (-4,9 Prozent).

Wie in den Vorjahren stellten die zunehmend arbeitsintensiven und komplexen Beschwerdefälle im Bereich Personenversicherungen mit einem Anteil von 51,1 Prozent der Fallzahlen den wichtigsten Schwerpunkt der Tätigkeit des Ombudsmanns dar. Zu einem Dauerthema geworden sind Beschwerdefälle mit Versicherungen wegen unterschiedlicher Ärztemeinungen zur “Schmerzgrenze”, ab der aufgrund einer Krankheits-Diagnose keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht (vgl. Kapitel “Der Nichtleben-Bereich”). Zugenommen hat auch die Anzahl besorgter Versicherter, denen die Rentenzahlungen aus der privaten Rentenversicherung wegen Kürzung der nicht garantierten Überschuss-Beteiligungen reduziert worden sind (vgl. Kapitel “Der Bereich Privatversicherungen”). Verschiedene Beschwerden betrafen auch Verzögerungen bei der Auszahlung von Erwerbsunfähigkeits-Renten an Versicherte, welche in der Zwischenzeit in eine finanzielle Notlage geraten waren (vgl. Kapitel “Der Leben-Bereich”).

Ein weiterer Schwerpunkt betraf die 570 bearbeiteten Anfragen und Beschwerden in den Branchen Motorfahrzeughaftpflicht und Allgemeine Haftpflicht (vgl. Kapitel “Der Nichtleben-Bereich”). Diese hatten zu einem großen Teil Meinungsverschiedenheiten zum Schadenhergang und der Verschuldens- und Haftungsfrage zum Gegenstand. Vermehrt wurden Leistungsablehnungen von Versicherern zur Prüfung unterbreitet, die sehr schematisch abgefasst und ohne jeden Bezug zum konkreten Einzelfall ausgefertigt worden sind.

Die Ombudsstelle hat im Berichtsjahr 2013 jedoch nicht nur die Tätigkeit der Versicherer beurteilt. Sie hat auch ihre eigene Tätigkeit durch ihre Kunden beurteilen lassen. Vor dem Hintergrund kritischer Medienberichte im Frühjahr 2013 zu schweizerischen Ombudsstellen im Allgemeinen hat die GfK Switzerland AG in einer repräsentativen Umfrage die Kundenzufriedenheitsstudie ausgelotet. Deren Ergebnisse sind zusammengefasst gut; sie zeigen aber auch Verbesserungspotenziale auf  (vgl. Kapitel “Kundenzufriedenheitsstudie”). (vwh)

Siehe auch im Vergleich dazu den Jahresbericht des deutschen Ombudsmanns Günter Hirsch

Bild: Ombudsman Rechtsanwalt Martin Lorenzon freut sich über einen Beschwerderückgang bei den eidgenössischen Versicherungskunden. (Quelle: Ombudsmann)

Links: Zusammenfassung des Jahresberichts 2013, Jahresbericht komplett (40 Seiten, PDF)

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