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Schweizer Exporte brechen durch Währungsturbulenzen ein

24.04.2015 – fahne-schweiz-150Schwache Konjunkturaussichten, steigende Insolvenzen und der starke Franken bereiten den Schweizer Exportunternehmen zunehmend Schwierigkeiten. Laut einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Euler Hermes haben 56 Prozent der etwa 360 Exportunternehmen bereits Aufträge aufgrund der Währungsturbulenzen verloren.

“Von den Währungsturbulenzen und dem starken Franken waren 87 Prozent der exportorientierten Schweizer Unternehmen mittelstark oder stark betroffen”, sagte Stefan Ruf, Geschäftsführer von Euler Hermes in der Schweiz. Allerdings haben viele Unternehmen bereits reagiert, indem sie den Einkauf auf dem europäischen Markt erhöht und die heimischen Kosten gesenkt haben, so der Experte weiter.

Für 2015 und 2016 prognostiziert der Kreditversicherer jedoch schwere Zeiten für die eidgenössischen Firmen. “Der starke Franken trifft die Wirtschaft besonders hart, weil die Euro-Zone noch immer der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt ist. Selbst wenn sich Schweizer Produkte stark über Marke und Qualität verkaufen, stellt dieser Kosteneffekt ein Risiko dar”, sagte Ludovic Subran, Chefökonom der Euler Hermes Gruppe.

Demnach wachse aus Sicht des Experten nicht nur das Risiko, “dass Abnehmer ihre Rechnungen nicht pünktlich oder womöglich gar nicht begleichen”. Allein für 2015 rechnet Euler Hermes mit einem Anstieg der Insolvenzen um fünf Prozent. Für 2016 rechnen die Experten mit einem weiteren Zuwachs. (vwh/td)

Bildquelle: ak

Link: Die vollständige Studie von Euler Hermes (PDF)

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