Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Schadenversicherer meistern Katastrophenjahr 2013

09.01.2015 – OLYMPUS DIGITAL CAMERADie jetzt in der Versicherungswirtschaft veröffentlichten Bafin-Statistiken zeigen, wie gut die deutschen Versicherer rückversichert sind. Selbst nur schwach rückversicherte Unternehmen schulterten die enorme Schadenbelastung des Katastrophenjahres 2013, ohne in Solvenzprobleme zu geraten.

Die Katastrophen des Jahres 2013 haben deutliche Spuren in den Bilanzen hinterlassen, heißt es in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft. Die Schadenquote schnellte im Markt von 69,2 auf 75 Prozent hoch. Die Belastung fiel bei den einzelnen Gesellschaften aber sehr unterschiedlich aus. Beim Marktführer Allianz stieg die Schadenquote von 65,5 auf 78 Prozent, bei der R+V von 72,4 auf 84,8 Prozent, bei der Württembergischen von 65,5 auf 87,8 Prozent nach oben. Am meisten an dem Hagelsturm hatte die SV Stuttgart zu tragen. Innerhalb nur eines Jahres verdoppelte sich die Schadenquote von 65 auf 123 Prozent.

Bei der Württembergischen Gemeindeversicherung erreichte die Schadenquote sogar 130,8 (2012: 78,4) Prozent. Durch Rückversicherung gelang es fast allen Versicherern, ihre Nettobelastung auf unter 100 Prozent zu drücken, vielfach sogar auf weniger als 80 Prozent (der Nettobeiträge). Die WGV hatte jedoch auch netto noch eine Schadenlast von 120,2 Prozent zu tragen. Die Württemberger sind jedoch so hoch kapitalisiert, dass sie den Verlust problemlos aus Eigenmitteln ausgleichen konnten.

Weil nicht alle Regionen von den Unwettern betroffen waren, blieben Versicherer wie Ergo, AachenMünchener, Provinzial Rheinland und Debeka weitgehend ohne Zusatzbelastung. Bei all diesen Versicherern lag die Schadenquote (brutto) bei weniger als 67 Prozent. Im Katastrophenjahr wurde deutlich, wie gut das bilanzielle Risikomanagement der Versicherer funktioniert. Bei dem Schleswiger Versicherungsverein schnellte die Schadenquote von 60 auf 221 Prozent nach oben, bei der Dolleruper Brandgilde sogar von 61,3 auf 243,1 Prozent. Durch Rückversicherung hatten beide aber nur Nettoschadenquoten von 60 Prozent zu tragen. Nach Angaben der Bafin ist die Solvabilität (Solvency I) der Schadenversicherer im Jahr 2013 sogar um zwei Prozentpunkte auf 308 Prozent gestiegen. (ba)

Bild: Barrieren gegen Hochwasser. (Quelle: M. Großmann / pixelio.de)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten