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Schadenkongress: Dienstleisterbindung für die Wohngebäudeversicherung

21.11.2013 – HagelschadenHausbesitzer können womöglich bald Versicherungen mit eingebautem Schadenservice durch Dachdecker oder Installateur kaufen. So planen große Wohngebäudeversicherer künftig Verträge mit Dienstleisterbindung zu verkaufen. Diese Idee wurde auf dem MCC-Kongress „Innovatives Schadenmanagement 2013“ in Köln heiß diskutiert.

Wie in der Kaskoversicherung bei der sogenannten Werkstattbindung, wäre der Kunde dann verpflichtet, den vom Versicherer vorgeschlagen Handwerker nutzen, wenn beispielsweise nach einem Flut-, Hagel- oder Sturmschaden, das Haus repariert werden muss. „Wir denken derzeit darüber nach in unser neues, modular aufgebautes Sachversicherungsangebot, eine solche Dienstleisterbindung einzubauen“, sage Volker Maiwald von der Versicherungskammer Bayer anlässlich eines Vortrages über die Regulierung von Flutschäden, die anfangs des Jahres vor allem Süddeutschland getroffen hatten. Längst haben alle großen Sachversicherer ein umfangreiches Netzwerk an Dienstleistern aufgebaut.

Die Dienstleister, wie beispielsweise die Belfor Deutschland GmbH, die Sprint Sanierung GmbH, Die Regulierer AllRisk SchadenManagement AG oder RepairConcepts erledigen die Schadenregulierung im Auftrag der Assekuranzen weitgehend selbstständig. Eine vertragliche Dienstleisterbindung könnte sowohl für Kunden als auch Versicherer von Vorteil sein. So braucht sich der Kunde um nichts mehr zu kümmern. Nach Schäden würde das Haus schnell wieder instand gesetzt. Versicherer könnten Preisvorteile als Großkunden nutzen, um die Schäden günstiger abzuwickeln. So berichtete Peter Philipp, Schadenexperte der SV Sparkassen Versicherung und stellvertretender Vorsitzender der Kommission Sach-Schaden im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wie erfolgreich Handwerker durch einen Notfallplan bei einem großen Hagelschaden Mitte diesen Jahres eingesetzt wurden. Der Schadendurchschnitt habe sich dadurch und weil beispielsweise in großem Stil Material, wie Gerüste, eingekauft wurden, im Vergleich zur früheren Hagelschäden von 13.000 Euro auf die Hälfte reduziert. Wie in der Kaskoversicherung üblich, müssten Wohngebäudepolicen, mit eingebautem Dienstleistungsservice aber günstiger angeboten werden.

In der Kasko sind Prämiennachlässe von bis zu 25 Prozent üblich. Angesichts stark steigender Prämien und einem harten Verdrängungsmarkt in der Wohngebäudeversicherung, dürfte die Einführung der Dienstleisterbindung aber eine sehr anspruchsvolle Aufgabe für die Marketing- und Vertriebsabteilungen der Versicherer sein. (usk)

Schäden durch Hagelschlag sind in Deutschland traditionell größer, weil sich hierzulande gerne große Körner bilden die auf eine hochentwickelte Landschaftsausstattung und Infrastruktur treffen. (Quelle: vvw)

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