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Sachgeschäft nur mit differenzierter Analyse sanieren

03.12.2013 – Um die Profitabilität im Kompositgeschäft zu steigern, gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die im Vorfeld genau untersucht werden müssen. Nach den Informationen des Beratungsunternehmens Innovalue Management Partner ist das durch Industriemakler und Maklerpools gezeichnete Geschäft in den Kompositsparten oftmals in der Verlustzone.

Darauf verweisen Christian P. Mylius, Managing Partner des Dienstleisters, und Senior Associate Nils Heise in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Versicherungswirtschaft. Ein Großteil der Schaden- und Unfallversicherer wiesen „übergreifend oder in ausgewählten Vertriebswegen und/oder Versicherungszweigen unprofitable Schaden-Kosten-Quoten” auf. Somit bestünde dort ein akuter Handlungsbedarf zur Erzielung eines verbesserten versicherungstechnischen Ergebnisses.

Als mögliche Maßnahmen nennen die Autoren Prämienanpassungen, Ausschluss von Einzelrisiken, Anpassung der Selbstbehalte des Versicherungsnehmers, Kündigungen von schadenbelasteten Einzelverträgen und Bestandsumdeckungen in neue Produkt- oder Tariflinien. Grundsätzlich seien „Privatkunden-Verträge sowie standardisierte Verträge aufgrund der geringeren Relevanz eines Bestandsabriebs eher für Sanierungsmaßnahmen geeignet”.

Mylius und Heise beschreiben im Hinblick auf eine Sanierung die Betrachtung auf Einzelverträge, „die in Bezug auf die Forderung nach Spartenunabhängigkeit und der Datenverfügbarkeit zum Schadenverlauf einer Police sicherlich auf den ersten Blick die geeignetste” ist.  Eine andere Sichtweise sei der sogenannte spartenübergreifende Kundenwert. Dieser stellt die Profitabilität der einzelnen Kundenbeziehungen innerhalb des Versicherungsunternehmens dar. Durch die Betrachtung der ganzheitlichen Perspektive könnten „profitable und wertvolle Verträge einzelner Sparten zumindest leicht defizitäre Verträge anderer Sparten subventionieren”. Dadurch sei ein Eingriff in die Kundenbeziehung in Form einer Sanierung nicht zwingend erforderlich. Bei der Analyse von sanierungswürdigen Einzelverträgen sei überdies notwendig, die Frequenz des Schadeneintritts sowie dien Art der Schäden genau zu analysieren. (vwh)

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