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Russland: Deutsche Versicherer brauchen Geduld

01.07.2013 – vvw873 Der russische Versicherungsmarkt ist für deutsche Versicherer wegen des aufkommenden privaten Wohlstands der Bevölkerung und der weithin unterversicherten Industrien hochattraktiv. Über die strukturellen Veränderungen und Potentiale informiert eine Beitragsstrecke im Titelreport der Zeitschrift Versicherungswirtschaft, aktuelle Ausgabe vom 1. Juli.

Bruce Bowers, als Regional CEO Central und Eastern Europe, Middle East und North Africa für das Russland-Geschäft der Allianz SE verantwortlich, im Exklusivinterview des Blattes: „ Die größte Herausforderung besteht darin, das Produkt zu den Kunden zu bringen“. Dazu sei es nötig, das Back-Office auf eine „leistungsstarke Internetplattform“ zu bringen. „Das Internet weist jedoch in den verschiedenen Regionen Russlands noch sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten auf.“

Insgesamt zählt der Branchendienst Stachowanie Segodnja derzeit 1.618 Versicherer in der russischen Föderation. Diese Anzahl wird sich noch weiter verringern, sind Analysten überzeugt. Hauptgrund ist das Vorgehen der Aufsicht. Die Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung wurden angehoben. Seit 2012 müssen Lebensversicherer ein Stammkapital von mindestens sechs Millionen Euro aufweisen, Rückversicherer zwölf Millionen und alle anderen drei Millionen. „Es ist für den einzelnen Versicherer dadurch nicht eben einfach, die eigene Marke in die Wahrnehmung der potenziellen Künden zu rücken“, sagt Bowers. Dies habe die Allianz dazu bewogen, ihre drei Gesellschaften im Land zusammenzulegen.

Die Marktdurchdringung mit Versicherungsprodukten ist in Russland im Vergleich zu anderen Industriestaaten noch sehr gering. Die Versicherungsdichte (Prämieneinnahmen im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt) beträgt gerade einmal 2,4 Prozent, in Deutschland sind es 6,6 Prozent. Der Markt für Lebensversicherungen ist noch nahezu unerschlossen. „Grundsätzlich sind wir aber fest davon überzeugt, dass für Rentenversicherungen ein enormes Potenzial vorhanden ist“, so Bowers. Derzeit würden „hauptsächlich Risikolebensversicherungen nachgefragt, weil das die Banken im Zusammenhang mit der Kreditvergabe für den Kauf einer Immobilie verlangen. Steigende Nachfrage besteht nach Unfall-Zusatzdeckungen bei Kfz-Versicherungen. Diese decken die finanzielle Lücke ab, wenn nach einem Autounfall das Arbeitseinkommen ausfällt.

Link: www.vvw.de

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