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Run-off: Neue Geschäftsmodelle geben neue Impulse

25.02.2015 – marcus_nagel_zurichAktiv betriebenes Run-off-Geschäft kann ein wichtiger Baustein im Kapitalmanagement sein Davon zeigten sich die Referenten der SZ-Fachkonferenz zu diesem Thema überzeugt, unter ihnen Vertreter von „alten Hasen“ in diesem Geschäft wie die DARAG, die sich seit 2009 auf die Übernahme von Run-off-Beständen als Geschäftsmodell konzentriert, als auch relative Neulinge wie die Heidelberger Leben, die seit 2013 als Konsolidierungsplattform fungiert.

Die Hauptgründe, warum sich ein Unternehmen neu positionieren und von Teilen seines Bestands trennen möchte, liegen laut Marcus Nagel, Vorstand Lebensversicherungsgeschäft der Zurich Versicherung, vor allem in den zu niedrigen Zinsen, der demografischen Entwicklung, der unverändert fortbestehenden Vorsorgelücke und den erhöhten Kapitalanforderungen durch Solvency II. Auch Japan leidet bekanntlich schon lange unter niedrigen Zinsen – wenn man die deutsche und japanische Situation miteinander vergleicht, sei Deutschland jetzt in etwa im Jahr acht, wo es in Japan viele Pleiten von Lebensversicherern gab, zeigte Nagel auf.

Um hier gegenzusteuern, müsse man wegkommen von der reinen umsatzgetriebenen Unternehmenssteuerung hin zu einer wertorientierten Steuerung. Sein Unternehmen hat deshalb bereits 2007 mit dem Umbau der Lebensversicherung begonnen und sich von klassischen Produkten verabschiedet. Mittlerweile trägt das Neugeschäft 70 Prozent zum Bestand bei. Die Kapitalbindung, die zuvor noch bei 4,5 Mrd. Euro lag, konnte bis 2011 auf die Hälfte gesenkt werden. (sgk)

Einen ausführlichen Beitrag zum Thema Run-off lesen Sie in der April-Ausgabe der Versicherungswirtschaft.

Bild: Marcus Nagel (Quelle: Zurich)

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