Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

Roboter-Vermittler: Branche noch in der Schonfrist

26.10.2015 – Riek_PrivatVersicherer laufen Gefahr, ihren exklusiven Zugang zum Kunden zu verlieren. Die Branche habe zwar eine längere Schonfrist als beispielsweise Banken, erklärt Wissenschaftler Christian Riek angesichts der Gefahr, dass künstliche Intelligenz, Roboter und Algorithmen das Geschäftsfeld unter sich aufnehmen. Doch schon heute sei der Vermittler reiner Übersetzer von Beratungssoftware.

Analysewerkzeuge und Beratungssoftware sind für Christian Riek, Finanzprofessor an der Frankfurt University, das Signal für die disruptive Gefahr, die der Versicherungswirtschaft droht. “Stellen wir uns das Ganze noch einen Schritt weiter vor”, erläutert er in der FAZ.

“Diese Maschine, die schon viele Auswahlentscheidungen trifft, versteht, was der einzelne Kunde haben möchte, und findet Wege, es ihm so schmackhaft zu machen, dass er es kauft. Dann kann man den Mann in der Mitte doch weglassen.”

Jenseits des exklusiven Kundenzugangs blieben Versicherungen “ein austauschbares Produkt, ein Commodity-Gut, in dem keine Gewinnmöglichkeiten mehr stecken.” Der Wissenschaftler und Autor (“Können Roboter mit Geld umgehen?”) sieht aber auch in der Zukunft noch Jobs für Vermittler “Einen Charismatiker wir man weiter wertschätzen”, erwartet er.

Viele Stellen in der Vermittlung würden zwar zunächst wegfallen, an anderer Stelle durch Digitalisierung aber wieder entstehen. (vwh/ku)

Bild: Christian Riek, Finanzprofessor an der Frankfurt University of Applied Sciences. (Quelle: Privat)

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten