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Risiko für Stahl bleibt auf Rekordhoch

26.04.2016 – stahlwerk_pixelioCoface konstatiert für die Stahlbranche einen stetigen Anstieg des Kreditrisikos. Die Gründe sieht der Kreditversicherer derzeit besonders im Ungleichgewicht von Angebot und Nachfrage durch Überkapazitäten sowie durch die chinesische Exportflut. Hinzu komme das schwache Wachstum der Weltwirtschaft. Zudem geht Coface davon aus, dass der Markt vor 2018 nicht zur Ruhe kommen werde.

Demnach sieht Coface im Stahlsektor derzeit die riskanteste unter den zwölf untersuchten Branchen. Die Risikobewertung steht laut Kreditversicherer jetzt bei “sehr hoch” für Lateinamerika, Emerging Asien, den Nahen Osten und Westeuropa sowie bei “hoch” für Osteuropa und Nordamerika. Gleichzeitig sei die Branche eine der unprofitabelsten überhaupt und nehme unter 94 Branchen Platz 90 ein. Zugleich hat sie die höchste Verschuldung. Zudem schwäche die Preisaggressivität Chinas vor allem die schwächeren Konkurrenten weltweit, so der Kreditversicherer.

Allein 2014 bestritt China rund 45 Prozent der weltweiten Stahlproduktion, so Coface. Allerdings lasse der “Appetit” mittlerweile nach, da die inländische Nachfrage nach Stahl ihren Höhepunkt erreicht hat und weiter nachgeben wird, ergänzen die Experten. Daher rechnet der Kreditversicherer mit einer allmählichen Annäherung nach 2018. (vwh/td)

Bild: Stahlwerk (Quelle: Didi01 / pixelio.de).

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