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Risiko Compliance

13.10.2014 – albers_allianz_pohl_150Die meisten großen international tätigen Unternehmen haben heute eine D&O-Versicherung – der Sinn und Zweck einer zusätzlichen Strafrechtschutzversicherung ist noch nicht überall hin durchgedrungen. Dabei gibt es gerade für international tätige Firmen gute Gründe, sich damit abzusichern, machte Joachim Albers, CUO Financial Lines, Global Head of Product Development von Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS), vor dem 5. Hamburger Forum Haftpflichtversicherung an der Fakultät für Rechtswissenschaften der Universität Hamburg deutlich.

Grundsätzlich ist die Gefahr einer aktiven Strafverfolgung wegen Verletzung von Compliance-Vorschriften heute größer als früher. Dazu kommt, dass international agierende Firmen weltweit einer Vielzahl von Normen ausgesetzt sind, beispielsweise zur Gesundheit am Arbeitsplatz oder zum Datenschutz – dieses Umfeld schaffe den Bedarf, sich gegen solche Risiken abzusichern.

Nicht zu unterschätzen sei auch das Reputationsrisiko. In den meisten Fällen seien die Unternehmen daran interessiert, nicht durch aktive Stellungnahmen in der Öffentlichkeit Position zu beziehen, sondern blieben lieber neutral im Hintergrund, wenn es um strafrechtliche Verfolgung von Organen geht. Dazu kommt, dass in anderen Ländern anders als in Deutschland ermittelt wird. In den USA und in Großbritannien beispielsweise wird von den Strafverfolgungsbehörden deutlich Druck ausgeübt, dass die Unternehmen die Ermittlungen intern betreiben, dies führt aber auf jeden Fall zu hohen Kosten im dreistelligen Millionenbereich.

Es sei deshalb auf jeden Fall sinnvoll, den deutschen Strafrechtschutz zu internationalisieren, so Albers. Eine D&O-Versicherung ist dabei keine Alternative, sondern eine Ergänzung, da sie nur Vermögensschäden versichert, nicht aber Personen- und Sachschäden. Angesichts der hohen möglichen Kosten sollten sowohl das Management als auch das Unternehmen versichert werden.

Den ausführlichen Bericht über die aktuellen Entwicklungen bei der D&O- und der Strafrechtschutzversicherung lesen Sie in der nächsten Ausgabe der Versicherungswirtschaft. (sgk)

Bild: Joachim Albers, CUO Financial Lines, Global Head of Product Development von Allianz Global Corporate & Speciality (AGCS). (Quelle: sgk)

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