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Restkreditversicherung: Modernisierung angeschoben

07.11.2016 – FurtwaenglerDer Bankenfachverband in Berlin hat jetzt eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) über Markt und Entwicklung der Restkreditversicherung vorgelegt. Ergebnis: Die Kundenzufriedenheit mit dieser Absicherung von Finanzierungsinvestitionen privater Haushalte nimmt zu. Der Modernisierungsdruck ebenso. Rund zwei Drittel der Versicherten sind sehr bzw. äußerst zufrieden mit dieser Deckungsform.

Nur vier Prozent sind nicht zufrieden und knapp ein Drittel äußert dazu eine neutrale Einstellung. Dies belege, so Verbandsgeschäftsführer Peter Wacker, “das rationale Sicherheitsbedürfnis der Verbraucher bei finanziellen Verpflichtungen” sowie die Bedeutung der RKV als Impuls- und Stabilitätsfaktor der Konsumentenwirtschaft.

Optional bieten Banken diese Absicherung für die Überwindung etwaiger finanzieller Engpässe während der Kreditlaufzeit an – traditionell meist bei Anschaffungen von hochwertigeren Konsumgütern wie Autos, Möbel oder Computer. Das RKV-Leistungsspektrum wird für die Absicherung vielfältiger wirtschaftlicher Lebensrisiken in Anspruch genommen.

So etwa halten 49 Prozent der von der Nürnberger GfK repräsentativ befragten privaten Haushalte die Gewährleistung der Kredit-Rückzahlung bei Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit für ebenso dringlich wie im Todesfall. Rund die Hälfte aller Versicherten wählt denn auch die gebündelte Absicherung dieser drei Hauptrisiken. In gewisser Gegenläufigkeit zu diesem klar zu Tage tretenden Bedarf kommen immer wieder verbraucherkritische Betrachtungen auf, die derartige Konsumanreize via Kredit für überflüssig oder gar fehlleitend halten.

David Furtwängler, CEO von BNP-Paribas Cardif in Deutschland, hält dies für nicht zeitgerecht: “Private Anschaffungen die über den herkömmlichen Konsumbegriff hinausgehen, wie etwa Kraftfahrzeuge oder Einrichtungsgegenstände, sollten auch entsprechend ihrer Finanzierungs- und Lebensdauer abgesichert werden, um erwerbsbiografische Finanzrisiken auszuschließen.

Am deutlichsten werde dieses bei der Hausfinanzierung, die gemeinhin die größte und langfristigste Investition im Finanzleben privater Haushalte sei. Auf diesem Sektor indes habe die Restkreditversicherung angesichts der explodierenden Immobilienkredite noch deutliches versicherungstechnisches Entwicklungspotential.

Dies, so Furtwängler, gelte ebenso für den ganzen Bereich der Automobilität, der nach neuen Versicherungs- und Finanzierungsformen suche. “Es liegt hier in unserer Verantwortung, etwaige Vorbehalte durch größtmögliche Transparenz zu entkräften.”

Zur Entwicklung möglichst kundenorientierter Geschäftsmodelle hat der Stuttgarter B2B-Versicherer bei der Universität Leipzig deshalb eine Studie über Wirkungsweise und Kundenresonanz der RKV in Auftrag gegeben. Titel der Untersuchung: “Rolle und Stellenwert der Restkreditversicherung in sich wandelnden Zeiten.” (mc)

Link: Die vollständige Studie (PDF)

Bild: David Furtwängler, CEO von BNP Paribas Cardif Deutschland (Quelle: BNP Paribas Cardif)

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