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Regulierung bietet Sprengstoff

16.10.2015 – simcorp_tagung_lieSolvency II bremst die Entwicklung der Alternativen Investments. “Diese Anlageklasse wird nicht so nachhaltig sein können, weil die Regulierung mit Solvency ll diese nicht unterstützt”, sagt Arnd Münker, von Uniqa Capital Markets auf der 14. SimCorp Fachtagung für Versicherungen. Es fehle der politische Wille. Dies zeige die hohe Kapitalunterlegung.

Münker warnte aber auch davor, dass in dieser Assetklasse “zurzeit viele Projekte gemacht werden, weil Geld nichts kostet.” Im Juncker-Plan sieht indes Dr. Stefan Bund, Vorstandsmitglied der Scope Ratings AG, die Motivation der Politik für Alternative Investments – “aber der Regulator setzt das nicht so um”. Münker berichtet “über viel Widerstand” bei der Aufsicht, wenn es um die Anrechnung von Eigenkapital geht.

Vielfach werde mit “vermeintlichem Konsumentenschutz” argumentiert. Bund sprach von einem gefährlichen “Dreieck aus niedrigen Zinsen, Garantiezinsen und Regulatorik”. Es bestehe “die Gefahr, dass Risiken getarnt und maskiert werden, um regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden”, lautet dessen Warnung.

Einig waren sich die Diskutanten im Wesentlichen, dass Alternative Investments zurzeit einen Hype erleben, aber keine kurzfristige “Mode” sind. Die Investoren müssten sich immer stärker mit Alternativen Anlagestrategien beschäftigen, “sonst laufen sie immer mehr in die Blasen hinein”, sagt Michael Busack, Geschäftsführender Gesellschafter, Absolut Research GmbH. 82 Prozent der rund 30 an der Simcorp-Tagung teilnehmenden Versicherer investiert einer Kurzumfrage unter den Anwesenden bereits vermehrt in Alternative Investments. (lie)

Bild: Arnd Münker, Stefan Bund, Michael Busack und Martin Hüfner (v.l.n.r.) (Quelle: Monika Lier)

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