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Regierung will Standort für Versicherer verbessern

24.02.2015 – London_Christiane Neuheuser_pixelioDer britische Versicherungsstandort hat in den vergangenen Jahren spürbar gelitten. So fahren zahlreiche britische Versicherungsunternehmen wie Hiscox, Catlin, Aspen oder Endurance Speciality unter der Flagge der Bermudas. Dabei lassen die Versicherer ihre Prämienvolumina zu einem nicht unerheblichen Teil über Lloyd’s Syndicate auf das Überseegebiet zedieren. Die Regierung will den Standort London nun für Versicherer wieder attraktiver zu machen.

Das Signal, welches sie allerdings aussendet, erscheint widersprüchlich. So lässt der britische Schatzkanzler George Osborne in einer Studie prüfen, wie die Attraktivität der Vereinigten Königreiches in Sachen Aufsicht und Steuern verbessert werden kann. Gleichzeitig soll künftig eine “diverted profits tax” gelten. D.h. bei künstlichen Gewinnverlagerungen ins Ausland eine Sondersteuer erhoben werden, die oberhalb der 20-prozentigen britischen Körperschaftssteuer liegen soll.

Denkbar ist allerdings auch, dass die britischen Steuerbehörden künftig auch Zessionen von Lloyd’s Syndikaten an deren Schwestergesellschaften auf den Bermudas hinsichtlich der Adäquanz der erhaltenen Provisionen genauer unter die Lupe nehmen werden. (cpt)

Bildquelle: Christiane Neuheuser / pixelio

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