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Private Krankenzusatzversicherungen boomen

22.11.2013 – YouGov-LogoObwohl bereits 8,2 Millionen (20 Prozent) der gesetzlich Versicherten im Alter zwischen 18 und 59 Jahren mindestens eine private Krankenzusatzversicherung besitzen, ist das Potenzial an Neuverträgen ungebrochen: Mehr als vier Millionen äußern die Absicht, eine private Krankenversicherung für sich persönlich in den kommenden sechs Monaten neu abzuschließen oder zu wechseln.

Die Motive hierfür liegen insbesondere in den wahrgenommenen Versorgungslücken beim Zahnersatz, bei Vor-/Nachsorgeuntersuchungen und Sehhilfen. Darüber hinaus planen mehr als zwei Millionen Eltern den Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung für ihre Kinder. Dies sind die Ergebnisse der Studie „Kundenerwartungen an die Krankenzusatzversicherungen“ des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov, für die 1.500 gesetzlich krankenversicherte Personen zwischen 18 und 59 Jahren im Oktober 2013 repräsentativ befragt wurden.

Insgesamt stufen 31 Prozent der gesetzlich Versicherten eine private Krankenzusatzversicherung als sehr oder äußerst wichtig ein. Insbesondere für Versicherte, die sich über das Leistungsangebot von Krankenkassen informieren und sich einen Krankenkassenwechsel vorstellen können, sind private Krankenzusatzversicherungen von hoher Relevanz (61 Prozent sehr oder äußerst wichtig). Es ist in erster Linie Zahnersatz, der das Interesse der abschlusswilligen Personen auf sich zieht (60 Prozent). Denn immer mehr Menschen realisieren, dass der schmale Leistungskatalog der gesetzlichen Absicherung häufig nicht ausreicht. Eltern präferieren für ihre Kinder vor allem Paketlösungen.

Trotz der neuen juristischen Hürden für Krankenkassen, Zusatzversicherungen zu vermitteln (vgl. BGH Urteil vom 18. September 2013), hat dieses Angebot eine große Akzeptanz in der Bevölkerung: Kooperationen zwischen gesetzlichen Krankenkassen und privaten Versicherungsgesellschaften genießen bei privaten Krankenzusatzversicherungen eine hohe Akzeptanz, die absolute Mehrheit (50 Prozent) ist hiervon überzeugt. Jedoch gibt es auch kritische Stimmen: Zwölf Prozent sehen diese Kooperationen als überflüssig an. (vwh)

Link: Weitere Informationen zur Studie

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